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Karrieremapping für Nautikerinnen und Nautiker

Eine evidenzbasierte Analyse von Handlungsempfehlungen zur Einrichtung eines "Graduiertenkolleg Nautik</I>

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Susanne Neumann

Das Buch liefert Handlungsempfehlungen für die Einrichtung eines Graduiertenkollegs Nautik, das im Gegensatz zu anderen Fachrichtungen bis heute nicht existiert. Inhaberinnen und Inhaber nautischer Befähigungszeugnisse sind bei Berufsantritt für den Dienst an Bord gut qualifiziert. Ein Karriereweg in wissenschaftliche Bereiche wird nach der Zeit auf See aber selten in Betracht gezogen. Ein möglicher Grund könnte im Mangel an strukturierten Promotionsmöglichkeiten im Rahmen eines Graduiertenkollegs liegen. Die Autorin zeigt, wie etwaige Kompetenzlücken geschlossen und so der Einstieg in eine wissenschaftliche Laufbahn für Nautikerinnen und Nautiker erleichtert werden könnte. Die Handlungsempfehlungen basieren u. a. auf Erstellung und Abgleich eines Anforderungs-, Kompetenz- und Erwartungsprofils.
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3.5.2 Allgemeine Kompetenzanforderungen

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Die vorliegende Arbeit beleuchtet in diesem Abschnitt Kompetenzen, die generell für Aufstiegskarrieren als sinnvoll erachtet werden können, akzentuiert jedoch das wissenschaftliche Arbeiten, weil diese Kompetenz mittlerweile in vielen Managementpositionen von großer Bedeutung, gerade in Forschung ← 93 | 94 → und Lehre aber unerlässlich ist.44 Insbesondere Karriereoptionen in der Wissenschaft sollen für Nautikerinnen und Nautiker nach ihrer Verweildauer an Bord mehr erschlossen werden (im Rahmen dieser Arbeit). Bedarf an jungen Forscherinnen und Forschern innerhalb der EU wäre laut Europäischer Kommission mehr als genug vorhanden, da in einigen Ländern über 40% der hochqualifizierten Beschäftigten in der Altersklasse 45–65 zu finden sind: „Außerdem wächst angesichts der Alterung des Forschungspersonals die Besorgnis in einigen Mitgliedsstaaten, und in einigen Regionen und Branchen wird der Mangel an Forschern bereits zum Problem“ (Europäische Kommission 2008b: 4 f.).

Aus diesem Grund soll sehr ausführlich auf die Kompetenz des wissenschaftlichen Arbeitens eingegangen werden, während die weiteren, als sinnvoll identifizierten Kompetenzen – häufig auch als Schlüsselkompetenzen45 bezeichnet – vergleichsweise knapp dargestellt werden. ← 94 | 95 →

Diese Auflistung von Kompetenzen könnte natürlich wesentlich detaillierter ausgestaltet werden, indem beispielsweise der 64 Teilkompetenzen umfassende Kompetenzatlas von Heyse ausführlich diskutiert würde (vgl. Heyse 2007: 512). Oder die Liste würde nur zwei Punkte umfassen, wenn gänzlich dem Metakompetenz-Ansatz von Briscoe und Hall gefolgt würde. Briscoe und Hall folgend erscheint eine zu „kleinteilige“ Kompetenzbetrachtung als wenig zweckmäßig: „Our view of...

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