Show Less
Restricted access

Karrieremapping für Nautikerinnen und Nautiker

Eine evidenzbasierte Analyse von Handlungsempfehlungen zur Einrichtung eines "Graduiertenkolleg Nautik</I>

Series:

Susanne Neumann

Das Buch liefert Handlungsempfehlungen für die Einrichtung eines Graduiertenkollegs Nautik, das im Gegensatz zu anderen Fachrichtungen bis heute nicht existiert. Inhaberinnen und Inhaber nautischer Befähigungszeugnisse sind bei Berufsantritt für den Dienst an Bord gut qualifiziert. Ein Karriereweg in wissenschaftliche Bereiche wird nach der Zeit auf See aber selten in Betracht gezogen. Ein möglicher Grund könnte im Mangel an strukturierten Promotionsmöglichkeiten im Rahmen eines Graduiertenkollegs liegen. Die Autorin zeigt, wie etwaige Kompetenzlücken geschlossen und so der Einstieg in eine wissenschaftliche Laufbahn für Nautikerinnen und Nautiker erleichtert werden könnte. Die Handlungsempfehlungen basieren u. a. auf Erstellung und Abgleich eines Anforderungs-, Kompetenz- und Erwartungsprofils.
Show Summary Details
Restricted access

4. Berufsbild Nautikerin/Nautiker

Extract



4.1 Definition des Nautikers bzw. der Nautikerin und Eingrenzung des Forschungsgegenstands

Das Wort „Nautik“ entstammt ursprünglich dem griechischen Wort „naus“, welches für „Schiff“ steht und das griechische „nautikê“ bedeutet als Adjektiv „zum Schiff gehörig“ (vgl. Stenzel 1904: 276). Im deutschen Sprachgebrauch bezeichnet Nautik die Schifffahrtskunde bzw. die „Lehre von der Führung eines Schiffs über See“ (Scharnow 1981: 365), die das gesamte Schifffahrtswesen, Navigation, Geographie, Hydrographie, Wetterkunde, Rechtswesen, Medizin, Physik, Mechanik u.v.m. umfasst (vgl. Westphal 1967: 251). Vielfach wird Nautik in der Literatur auch als die „Wissenschaft von der Führung eines Schiffes, von der Standortbestimmung, sowie den Wind-, Wasser- und Wetterverhältnissen“ (Jung 2004: 189) und der Nautiker als „der wissenschaftlich seekundig ausgebildete Seefahrer“ (Westphal 1967: 251) definiert. Nautik soll demnach also als Wissenschaft verstanden werden (vgl. Goedel 1902: 437), wenngleich sie sich – wie oben dargestellt – aus vielen einzelnen Wissenschaften zusammensetzt. Inwieweit der primäre Arbeitsbereich von Nautikerinnen und Nautikern auch die Anwendung wissenschaftlicher Methoden bzw. wissenschaftliches Arbeiten erfordert, wird in den nachfolgenden Kapiteln näher betrachtet.

Genauer geschärft werden sollte an dieser Stelle aber zunächst das Verständnis für den Begriff des Nautikers bzw. der Nautikerin, da sich an Bord von Schiffen eine Vielzahl von – auf mehr oder weniger wissenschaftlichem Niveau – seekundig ausgebildeten Personen bewegt.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.