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Karrieremapping für Nautikerinnen und Nautiker

Eine evidenzbasierte Analyse von Handlungsempfehlungen zur Einrichtung eines "Graduiertenkolleg Nautik</I>

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Susanne Neumann

Das Buch liefert Handlungsempfehlungen für die Einrichtung eines Graduiertenkollegs Nautik, das im Gegensatz zu anderen Fachrichtungen bis heute nicht existiert. Inhaberinnen und Inhaber nautischer Befähigungszeugnisse sind bei Berufsantritt für den Dienst an Bord gut qualifiziert. Ein Karriereweg in wissenschaftliche Bereiche wird nach der Zeit auf See aber selten in Betracht gezogen. Ein möglicher Grund könnte im Mangel an strukturierten Promotionsmöglichkeiten im Rahmen eines Graduiertenkollegs liegen. Die Autorin zeigt, wie etwaige Kompetenzlücken geschlossen und so der Einstieg in eine wissenschaftliche Laufbahn für Nautikerinnen und Nautiker erleichtert werden könnte. Die Handlungsempfehlungen basieren u. a. auf Erstellung und Abgleich eines Anforderungs-, Kompetenz- und Erwartungsprofils.
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11. Schlussbetrachtung

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11. Schlussbetrachtung

Die vorliegende Arbeit verfolgte das Ziel, Empfehlungen für die Einrichtung einer bisher für Nautikerinnen und Nautiker noch nicht existierenden, strukturierten Promotionsmöglichkeit im Rahmen eines Graduiertenkollegs zu geben. Diese in Kapitel 10 präsentierten Handlungsempfehlungen basieren auf den Untersuchungsergebnissen dieser Arbeit. Mit einem dementsprechend gestalteten „Graduiertenkolleg Nautik“ könnte die bisher vernachlässigte „Karrierealternative Wissenschaft“ in den Strauß an Sekundäreinsatzmöglichkeiten für Nautikerinnen und Nautiker besser integriert werden. Auch Bürkle empfiehlt diesbezüglich das Verlassen ausgetretener Pfade, um Selbstverwirklichung auf neuen Wegen zu finden – eben nicht immer in den für Nautikerinnen und Nautiker üblichen Sekundäreinsatzgebieten: „Langjährige Beratungstätigkeit in den unterschiedlichsten Branchen zeigt jedoch, dass Manager das beste berufliche Feld für eine konkrete Selbstverwirklichung gerade dort finden, wo andere eben nicht sitzen. Lückenorientiertes Verhalten ist erfolgreicher als die Nachahmung anderer Laufbahnen“ (Bürkle 2013: 18).

Nautikerinnen und Nautikern sollten dieselben Chancen auf eine strukturierte Promotion geboten werden, wie den in Kapitel 1 erwähnten Gesundheitswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die in ihrem Fachgebiet promovieren können und dabei von Expertinnen und Experten dieses Fachgebiets betreut werden. Bezüglich der Gesundheitsfachberufe weist der Wissenschaftsrat explizit darauf hin, dass die Akademisierung mittel- und langfristig nicht auf die Einrichtung von Studiengängen beschränkt bleiben kann, sondern auch die wissenschaftliche Disziplin vorantreiben und den Auf- und Ausbau von genuinen Forschungsaktivitäten sowie von wissenschaftlichen Karrierewegen bis hin zu einschlägigen Professuren umfassen sollte (vgl. Wissenschaftsrat 2012:...

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