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Literarische Bildung und Migration

Eine empirische Studie zu Lesesozialisationsprozessen bei Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund

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Matthias Jakubanis

In der Studie wird der literarische Sozialisationsprozess von Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund untersucht. Lehrende und Forschende, Studierende und Referendare/innen sowie Interessierte erhalten einen Einblick in ein komplexes Forschungsfeld rund um das Lesen und Literatur. Dabei werden die adoleszenten Herausforderungen der teilnehmenden Jugendlichen empirisch erforscht. Welcher Stellenwert wird dem Lesen und der Literatur beigemessen? Die Forschungsergebnisse verdeutlichen ein gewandeltes Verständnis literarischer Bildung und bieten Einblick in neue Funktionalisierungen des Lesens, die sich angesichts der zunehmenden Heterogenität in deutschen Schulklassen sowohl auf die Lehramtsausbildung, den Deutschunterricht als auch die Literaturdidaktik auswirken.
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8. Zusammenfassung und Ausblick

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8.  Zusammenfassung und Ausblick

Die Summierung und zusammenfassende Darstellung der gewonnenen Untersuchungsergebnisse orientiert sich an den eingangs problematisierten Leitfragen sowie den Wesensmerkmalen eines qualitativen Forschungsdesigns. Die Ausführungen zu den methodischen Implikationen der Studie haben deutlich gemacht, dass es sich um ein hypothesengenerierendes Verfahren handelt. Anhand der detailliert analysierten Ergebnisse der einzelnen Fallstudien sollen daher abschließend Annahmen hinsichtlich des literarischen Bildungsbegriffs von Jugendlichen mit einem türkischen Migrationshintergrund generiert werden, die sich auf eine qualitative empirische Datenbasis stützen können. Hierbei wird ausdrücklich auf Grund der forschungsökonomischen Restriktionen und des Forschungsthemas auf den Anspruch der Repräsentativität der Forschungsergebnisse verzichtet; vielmehr ergibt sich die Perspektive, anhand der hier gewonnenen qualitativen Ergebnisse und mittels triangulierender Verfahren zukünftig generalisierbare Schlussfolgerungen ziehen zu können.

In den angeführten Fallstudien konnte anhand inhaltlicher Inkonsistenzen, syntaktischer Strukturen oder lexikalischer Merkmale auf Effekte sozialer Erwünschtheit geschlossen werden. Dies wurde unter Berücksichtigung der Methodik eines sozialwissenschaftlich-hermeneutischen Auswertungsverfahrens jedoch nicht als Ergebnis verzerrender Effekt58, sondern im Rahmen der vorliegenden Studie als erkenntnisgenerierender Bestandteil narrativer Interviews angesehen. Indem die Interviewpartner/innen nachweisbar einen bestimmten Darstellungsmodus ihres literarischen Sozialisationsprozesses gegenüber dem Forschenden aufzuzeigen versuchten, der zudem in der Gesamtanalyse Inkonsistenzen aufwies, konnte umso nachvollziehbarer auf die Auseinandersetzung mit dem Hochkulturschema und die Konstruktion literarischer Bildung geschlossen werden.

Wie eingangs angeführt, orientiert sich die Studie an vier inhaltlichen Aspekten, welche in Form von theoriegeleiteten Fragen an den Untersuchungskomplex literarischer Bildung bei Jugendlichen mit einem t...

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