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«Quo vadis, Kommunikation?» Kommunikation – Sprache – Medien / «Quo vadis, Communication?» Communication – Language – Media

Akten des 46. Linguistischen Kolloquiums in Sibiu 2011- Proceedings of the 46 th Linguistics Colloquium, Sibiu 2011

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Edited By Ioana-Narcisa Cretu

Quo vadis, Kommunikation? Kommunikation – Sprache – Medien ist der Tagungsband des 46. Linguistischen Kolloquiums an der Lucian-Blaga-Universität in Sibiu/Hermannstadt, Rumänien. Die Essays beleuchten die Rolle der Medien in der heutigen Kommunikation: sie sind zugleich Ausgangspunkt oder Anwendungsgebiet von Betrachtungen zu den traditionellen Kernbereichen der Linguistik oder zur Angewandten Linguistik. Der Band umfasst Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache von 30 verschiedenen Universitäten aus 14 Ländern.
Quo vadis, Communication? Communication – Language – Media presents contributions of the 46th Linguistics Colloquium at the University of Sibiu, Romania. The essays offer a critical review of the influence of modern media on communication and how media have become the subject of research in different linguistic fields. The volume comprises papers in German, English and French from 30 different universities.
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Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter: Umbruch oder Abbruch der gesellschaftlichen Kommunikation?

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1    Neue Agenten in der digitalen Öffentlichkeit

Zu den zentralen Freiheitsversprechen im digitalen Zeitalter zählt die gesellschaftliche Transparenz, für die früher, im Vor-Internetzeitalter, einsam der Journalismus zuständig war. Das Internet hat nun mit seinen multioptionalen publizistischen Möglichkeiten die Hoffnung genährt, dass sich gesellschaftliches, vor allem politisches Handeln weit transparenter und offener beobachten lässt als bisher.

Der Zugang von Menschen zu Informationen, die ihre eigenen Lebensräume und Länder und damit ihren lebensweltlichen Zusammenhang direkt betreffen, gilt als großer Zugewinn des Internetzeitalters. Ein zentraler Agent dieses Transparenz-Versprechens war über einige Jahre hinweg die Wistleblower-Plattform Wikileaks. „Das Leck im Leck“ (Süddeutsche Zeitung 2011 [2/9/11], 2) hat die Sicht auf diese Dinge entscheidend verändert. Spätestens seit im August 2011 die Zugangsdaten zu den mehr oder weniger brisanten Botschaftsdepeschen aus dem Archiv von Wikileaks öffentlich wurden, ist klar, dass die Ideologie des Kontrollverlusts, mit der Wiki-Leaks-Gründer Julian Assange die Räson und das Informationsmonopol der Staaten schleifen wollte, als Bumerang zurückgekommen ist.

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