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«Quo vadis, Kommunikation?» Kommunikation – Sprache – Medien / «Quo vadis, Communication?» Communication – Language – Media

Akten des 46. Linguistischen Kolloquiums in Sibiu 2011- Proceedings of the 46 th Linguistics Colloquium, Sibiu 2011

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Edited By Ioana-Narcisa Cretu

Quo vadis, Kommunikation? Kommunikation – Sprache – Medien ist der Tagungsband des 46. Linguistischen Kolloquiums an der Lucian-Blaga-Universität in Sibiu/Hermannstadt, Rumänien. Die Essays beleuchten die Rolle der Medien in der heutigen Kommunikation: sie sind zugleich Ausgangspunkt oder Anwendungsgebiet von Betrachtungen zu den traditionellen Kernbereichen der Linguistik oder zur Angewandten Linguistik. Der Band umfasst Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache von 30 verschiedenen Universitäten aus 14 Ländern.
Quo vadis, Communication? Communication – Language – Media presents contributions of the 46th Linguistics Colloquium at the University of Sibiu, Romania. The essays offer a critical review of the influence of modern media on communication and how media have become the subject of research in different linguistic fields. The volume comprises papers in German, English and French from 30 different universities.
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Mediale Metaphern aus der Sicht der Linguistik

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1    Einführung

Neue Medien und besonders das Internet bieten eine leicht zugängliche und zugleich sehr reiche Quelle an Metaphern. Metaphern wurden vielfach behandelt und in zahlreichen Definitionen und Arbeiten dokumentiert. Die Metapher ist zum Beispiel beim Entwerfen eines Interfaces präsent, weil sie unsere Erfahrung im Netz in erkennbarer Form gestaltet, beispielweise in Form der Bezeichnungen in einem Browser: Favoriten, History, Refresh, Cookie. Für die Interaktion werden hingegen die Begriffe Navigieren und Surfen verwendet. Interessant ist die Frage, was diesem metaphorischen Rahmen im Internet zugrunde liegt? Wird er nach der Theorie von Lakoff und Johnson (1988) zur Grundlage unseres Handelns? Oder sollte man sich in der komplizierten Welt der Technologie und präziser Termini aufgrund der Kenntnis genauer Begriffe und Vorstellungen besser zurechtfinden? Aus diesem Grunde sind Begriffe wie Icon, Fenster, Seite, Portal, Bibliothek, Archiv, Mirror, Gate eingeführt worden. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen bedarf diese Art der Kommunikation, meines Erachtens, einer Auffassung von medialen Metaphern und einer pragmatischen und kognitiven Einstellung besonders im Bereich des Internets. Zur Untersuchung der Metapher verwendet man die Theorie der medialen Räume von Fauconnier (1985), die Metaphern-Theorie von Langacker (1995), die Theorie der sprachlichen Metaphern von Lakoff und Johnson (1988) wie auch die Amalgam-Theorie von Fauconnier und Turner (1966). Die Nutzung zahlreicher Methoden ist durch die komplizierte Interpretation und das Begreifen der medialen Metaphern bedingt, die in sozialen und kulturellen Kontexten weit verbreitet sind. Die Metaphern gelten als unentbehrliche Werkzeuge zur Aufarbeitung aller Überlegungen mit Erkenntnischarakter. Sie...

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