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Psychotherapie in der GKV zwischen alten Kontroversen und gesetzlicher Neuregelung

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Edited By Astrid Wallrabenstein

Der Sammelband des Instituts für Europäische Gesundheitspolitik und Sozialrecht (ineges) enthält Vortrags- und Diskussionsbeiträge zu den im aktuellen Koalitionsvertrag geplanten Reformen zum rechtlichen Rahmenwerk der Psychotherapie und der psychotherapeutischen Versorgung. Hintergrund ist das 1999 in Kraft getretene Psychotherapeutengesetz, welches mit dem Psychologischen Psychotherapeuten und dem Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten zwei neue akademische Heilberufe schuf, die erstmals auch an der kassenärztlichen Versorgung teilnehmen konnten. Experten aus Theorie und Praxis sowie aus Wissenschaft und Politik äußern sich im vorliegenden Buch zu aktuellen Fragen der psychotherapeutischen Versorgung und Vergütung, der Anerkennung von Behandlungsmethoden und der Gestaltung der Berufsausbildung.
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Alte Kontroversen und neue Herausforderungen einer gesetzlichen Neuregelung

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According to the author the current challenge of a new legal regulation of the psychotherapist law (PsychThG) corresponds to the old controversies that squired the respective legislative procedure of henceforth twenty years. In educational matters, it is for instance necessary to determine the qualifications emerging from academic studies in a standardized, nationwide way. In addition, the statutory health insurance has to face psychological pressure which results from the modern working environment for example in the shape of enhanced prevention. This has to be accompanied by a structural improvement of the psychotherapeutic supply by means of reducing waiting time and introducing psychotherapeutic consultation hours. Furthermore the spectrum of the psychotherapeutic competences has to be extended.

Wenn mit Blick auf das Psychotherapeutengesetz vom 16.06.1998 über „alte Kontroversen“ gesprochen werden soll, so kann die Betonung zunächst auf „alte“ und/oder auf „Kontroversen“ liegen. „Kontroversen“ gab es viele, die sich letztlich an Ziel und Aufgabe des Gesetzes orientierten: Das Psychotherapeutengesetz regelt den Berufszugang der Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (nachfolgend wird zur besseren Lesbarkeit von PP und KJP gesprochen), den Titelschutz dieser Berufe und Fragen der psychotherapeutischen Versorgung der Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Sozialrechtlich ging es insbesondere um die Einbeziehung der PP und KJP in die vertragsärztliche Versorgung. Um „alte“ Kontroversen handelte es sich bereits damals schon deshalb, weil ungewöhnlich lange sowohl über diese Ziele als auch über den Weg dorthin gestritten wurde. Bereits 1978 wurde ein erster Gesetzentwurf...

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