Show Less
Restricted access

Lokalisierbarkeit von User-Interface-Strings

Übersetzerische Aspekte der Internationalisierung und Lokalisierung von Software, untersucht anhand der Übersetzungsrichtungen Englisch–Deutsch und Englisch–Russisch

Series:

Alexander Behrens

Der Autor erforscht Gründe für das Entstehen sprachlicher Defekte in lokalisierten Oberflächen von Computerprogrammen. Dabei geht es nicht um Defizite in der Sprachkompetenz des Übersetzers, sondern um erzwungene Normverstöße, die dann entstehen, wenn der Übersetzer die Kontrolle über das Translat verliert. Der Fokus liegt deswegen auf dem technologischen und sozioökonomischen Kontext der Lokalisierungsleistung. Die Analyse zeigt, warum und wie die digitale Revolution das übersetzerische Berufsbild verändern wird. Das Buch bietet neue Überlegungen zur Zukunft des Übersetzens und zur Ausbildung von Übersetzern.
Show Summary Details
Restricted access

3. Begriffliche Grundlagen

Extract

3.    Begriffliche Grundlagen

Im Folgenden sollen zunächst die dieser Untersuchung zugrunde liegenden Begriffe vorgestellt und in ein System gebracht werden.

3.1.    Globalisierung

Der Globalisierungs-Begriff wurde in der Literatur bereits ausführlich behandelt, so in Schmitz (2000:2), Esselink (2000a:3), Esch (2003:108), Yunker (2003:475), Beste (2006:27), Drewer (2006) und Lommel (2007:49). Entsprechend genügt es hier zu skizzieren, wie der Terminus Globalisierung im Kontext dieser Untersuchung verwendet wird.

Der Terminus Globalisierung bezieht sich hier auf den Begriff der Globalisierung als Teil des GILT-Begriffssystems.54 Für die Teilhabe am globalen Markt muss ein Unternehmen bestimmte wirtschaftliche, personelle und infrastrukturelle Voraussetzungen erfüllen. Der Terminus Globalisierung überschreibt alle hierauf abzielenden unternehmerischen Entscheidungen und Maßnahmen.

3.2.    Items und Werte

Aus Sicht des Internationalisierers lassen sich Produktkomponenten und die von diesen ausgelösten Ereignisse und Prozesse mithilfe eines Konstrukts aus internationalisierungsrelevanten Größen beschreiben.

Eine solche Größe sei hier Item genannt. Ein Item ist eine immaterielle Größe und kann nur mithilfe eines Itemnamens identifiziert bzw. adressiert werden. Die Itemnamen in Abbildung 8 lauten Farbton und Tönungsgrad. In der Softwarelokalisierung kann ein Itemname etwa ein Ressourcenschlüssel (z. B. string_1) sein.

Die Eigenschaft eines Items heiße hier Wert. Ein Wert kann materiell (beispielsweise ein Warnschild oder ein Griff) oder immateriell (z. B. eine Rastergrafik oder eine Farbe) sein.

Jedes Item hat pro Gebietsschema genau einen Wert....

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.