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Lokalisierbarkeit von User-Interface-Strings

Übersetzerische Aspekte der Internationalisierung und Lokalisierung von Software, untersucht anhand der Übersetzungsrichtungen Englisch–Deutsch und Englisch–Russisch

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Alexander Behrens

Der Autor erforscht Gründe für das Entstehen sprachlicher Defekte in lokalisierten Oberflächen von Computerprogrammen. Dabei geht es nicht um Defizite in der Sprachkompetenz des Übersetzers, sondern um erzwungene Normverstöße, die dann entstehen, wenn der Übersetzer die Kontrolle über das Translat verliert. Der Fokus liegt deswegen auf dem technologischen und sozioökonomischen Kontext der Lokalisierungsleistung. Die Analyse zeigt, warum und wie die digitale Revolution das übersetzerische Berufsbild verändern wird. Das Buch bietet neue Überlegungen zur Zukunft des Übersetzens und zur Ausbildung von Übersetzern.
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7. Softwarelokalisierung im Unterricht an deutschen Hochschulen

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7.    Softwarelokalisierung im Unterricht an deutschen Hochschulen

Im Jahr 1998 führte die innerhalb der Localization Industry Standards Association gegründete Arbeitsgruppe LISA Education Initiative Taskforce (LEIT) eine Feldstudie durch mit dem Ziel, Erkenntnisse über den Bedarf und das Angebot an Fachkräften und deren Aus- und Fortbildung in der Internationalisierung und Lokalisierung auf dem US-Markt zu sammeln sowie empfohlene Unterrichtsinhalte in einem Modelllehrplan zu erfassen. Durchgeführt wurde die Studie von Hochschulen in den Vereinigten Staaten und Europa; Gegenstand waren aber nicht die universitäre Ausbildung, sondern Aus- und Fortbildungsmaßnahmen in der Wirtschaft (Melby / Lommel et al.). Das Ergebnis der Feldstudie wurde noch 1998 im Bericht LEIT Industry Needs Survey veröffentlicht.249 Dabei stellten Melby / Lommel et al.250 fest, dass die Didaktisierung des Themas hauptsächlich in Kleinunternehmen vorangetrieben wurde. Dem gegenüber standen nur wenige universitäre Angebote (Fisguss / Seewald-Heeg 2005:190).

Für den europäischen Markt riefen, ebenfalls 1998, neun Organisationen251 aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Luxemburg, Portugal und Spanien unter der Projektleitung des Instituts der Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Informationsforschung e. V. (Saarbrücken) das Projekt Language Engineering for Translators‘ Curricula (LETRAC) ins Leben. Das Projekt wurde im April 1999 mit der Veröffentlichung LETRAC survey findings in the Industrial Context abgeschlossen, die noch öffentlich zugänglich ist.252 Ziel des Projekts war es, eine marktgerechte Ausbildungssituation zu schaffen. Die Aufgaben waren ähnliche wie jene des LEIT-Projekts253:

•   Ermitteln der fachlichen Anforderungen auf dem...

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