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Lokalisierbarkeit von User-Interface-Strings

Übersetzerische Aspekte der Internationalisierung und Lokalisierung von Software, untersucht anhand der Übersetzungsrichtungen Englisch–Deutsch und Englisch–Russisch

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Alexander Behrens

Der Autor erforscht Gründe für das Entstehen sprachlicher Defekte in lokalisierten Oberflächen von Computerprogrammen. Dabei geht es nicht um Defizite in der Sprachkompetenz des Übersetzers, sondern um erzwungene Normverstöße, die dann entstehen, wenn der Übersetzer die Kontrolle über das Translat verliert. Der Fokus liegt deswegen auf dem technologischen und sozioökonomischen Kontext der Lokalisierungsleistung. Die Analyse zeigt, warum und wie die digitale Revolution das übersetzerische Berufsbild verändern wird. Das Buch bietet neue Überlegungen zur Zukunft des Übersetzens und zur Ausbildung von Übersetzern.
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9. Desiderata

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9.    Desiderata

Im Anschluss an die Argumentation auf S. 169 f. liegt es nahe, eine empirische Untersuchung sozioökonomischer Aspekte des Einsatzes von CAT-Systemen durch freiberufliche Translatoren durchzuführen, hier speziell zu den folgenden Faktoren:

•   Ergonomie (Wie gut entsprechen bestehende Oberflächen und die designierten Abläufe den übersetzerischen – auch mentalen – Abläufen? Sind alle wichtigen Funktionen des übersetzerischen Verarbeitung und der Textverarbeitung mit Shortcuts erreichbar? Sind die Werkzeuge barrierefrei? Können administrative Abläufe und übersetzerische Abläufe voneinander getrennt werden?)

•   Arbeitszufriedenheit (Arbeiten Übersetzer gerne und aus eigenem Antrieb mit diesen Werkzeugen oder wird, wo immer möglich, mit einem Office-Programm bearbeitet? Fühlen Übersetzer sich durch die elektronischen Arbeitsmittel entlastet oder mitunter auch zusätzlich belastet?)

•   Erwerbserfolg (Kommen die oft beworbenen wirtschaftlichen Vorteile beim Übersetzer an, z. B. Kostenersparnisse durch Match-Erkennung? Können die Übersetzer Mehraufwände, wie sie bei der Arbeit mit solchen Werkzeugen entstehen, bei der Kalkulation des Preises ausreichend geltend machen? Wie steuern Übersetzer ein Wissenssharing durch den Austausch von Übersetzungsspeichern wirtschaftlich? Wie positionieren sich Übersetzer zum Eigentum am Übersetzungsspeicher?)

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