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Sprache in der Wissenschaft

Germanistische Einblicke

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Edited By Eglé Kontutyte and Vaiva Zeimantiene

Welche Rolle spielt Deutsch zu Beginn des 21. Jahrhunderts in der Wissenschaft und welche Rolle spielte es früher? Was sind die charakteristischen Merkmale der deutschen Wissenschaftssprache? Wodurch unterscheidet sich Deutsch als Wissenschaftssprache von anderen nationalen Wissenschaftssprachen? Wie und warum wird die deutsche Wissenschaftssprache vermittelt? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Beiträge dieses Bandes. Die Rolle und Merkmale der deutschen Wissenschaftssprache, auch im Kontrast zu anderen nationalen Wissenschaftssprachen, werden von Linguistinnen und Linguisten aus Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Österreich analysiert und vorgestellt.
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Oswald Panagl - Von Wurzeln, Sprachzweigen und Stammbäumen. Konventionelle Metaphern in der Fachterminologie der Indogermanistik

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Oswald Panagl

Von Wurzeln, Sprachzweigen und Stammbäumen. Konventionelle Metaphern in der Fachterminologie der Indogermanistik

Abstract The lexical inventory of special languages, apart from some termini technici (mostly taken from classical languages) also offers some elements coming from imagery. They later developed into conventional metaphors denoting certain units, qualities or procedures. In the books and articles of Franz Bopp as the pioneer of Comparative Indo-European Linguistics, we encounter numerous attempts to build up an adequate up-to-date terminology. A good example of this mechanism is the use of the word “source”, having the connotations of originality, quickness and vigour (cf. Lat. ad fontes), which has now become the usual expression for former stages and prototypical relations. Since the verb fließen ‘flow’ is connected and associated with works in progress so far, there still exist some “wesenhafte Bedeutungsbeziehungen” (Walter Porzig) and/or “lexikalische Solidaritäten” (Eugenio Coseriu). However, a mixture of three areas responsible for terminological innovations appears in a description and explanation formulated in a paper of Franz Bopp: “Je weiter die Sprachen von ihrem Ursprunge sich entfernen, desto mehr gewinnt die Liebe zum Wohllaut an Einfluß, weil sie nicht mehr in dem klaren Gefühle der Bedeutung der Sprachelemente einen Damm findet, der ihrem Anstreben sich entgegenstellt, und weil die gleichsam in der Lebensfülle der Sprache wie organisch entsproßten Aeste und Verzweigungen nach und nach absterben, und zu einer todten Masse geworden, abgelöst werden können, ohne daß dieser Verlust...

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