Show Less
Restricted access

Theater und Erziehung

Ein Beitrag zur Theaterpädagogik

Series:

Simone Bekk

Die Autorin geht der Frage nach, ob das Theater die Familie und die Schule bei ihren erzieherischen Aufgaben in einer pluralistischen Lebenswelt unterstützen kann. Hintergrund ist die besondere Rolle des Theaters, dem seit der Antike eine Bildungsintention attestiert wird. In der heutigen Zeit wird dem Kompositum Theaterpädagogik immer mehr Bedeutung zugemessen. In den unterschiedlichsten Bereichen – bei der Ausbildung in Unternehmen, bei der Therapie sowie im Schulunterricht – wird immer mehr mit den Methoden und Mitteln des Theaters gearbeitet. In der theaterpädagogischen Ausbildung stehen schwerpunktmäßig die Praxis und deren Methoden im Vordergrund. Der vorliegende Band bietet dafür eine theoretische Rahmung.
Show Summary Details
Restricted access

1. Einleitung

Extract

„Ich glaube, dass es ein Segen wäre, […], wenn alle das Theater so wichtig nähmen wie ich. […] Ich weiß, dass es das Leben spiegelt, aber ich weiß auch, dass es ins Leben zurückwirkt.“ Siegfried Jacobsohn, Der Fall Jacobsohn, Berlin 1913

1.  Einleitung

1.1 Aktualität

Werte sind dem Bereich der Erziehung zuzuordnen und diese ist laut Artikel 6 des Grundgesetzes in Deutschland Aufgabe der Eltern, d. h. der Familien bzw. der familialen Lebensgemeinschaften. „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“ (Art. 6 Abs. 2 GG – Bundeszentrale für politische Bildung, S. 14) Aufgrund verschiedener Veränderungen, wie bspw. der Entwicklung hin zu Ganztagsschulen, der Berufstätigkeit beider Eltern, der Zunahme an Mobilität und in diesem Zusammenhang auch des Verlustes des Mehrgenerationenhaushaltes, wird der Ruf nach einer Ausweitung der Erziehungsaufgabe der Schule als ergänzende Erziehungsinstitution immer lauter. Doch Schule ist für den Unterricht, für die Vermittlung von Wissen, zuständig und kann die Erziehung der Familie zwar ergänzen und fortführen, aber nicht kompensieren (vgl. REKUS 2003, S. 127ff.). Folglich bedarf es anderer Institutionen, die die Familien und die Schulen zwar nicht ersetzen, aber sie in ihrer Bildungsaufgabe unterstützen. Eine Einrichtung, welcher diese Aufgabe im Laufe der Geschichte schon oftmals zugeschrieben wurde und mit der Bildungshoffnungen verbunden wurden, ist das Theater. Bspw. wird dies aus dem Titel SCHILLERs Abhandlung und Vortrag „Die Schaubühne als...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.