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Theater und Erziehung

Ein Beitrag zur Theaterpädagogik

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Simone Bekk

Die Autorin geht der Frage nach, ob das Theater die Familie und die Schule bei ihren erzieherischen Aufgaben in einer pluralistischen Lebenswelt unterstützen kann. Hintergrund ist die besondere Rolle des Theaters, dem seit der Antike eine Bildungsintention attestiert wird. In der heutigen Zeit wird dem Kompositum Theaterpädagogik immer mehr Bedeutung zugemessen. In den unterschiedlichsten Bereichen – bei der Ausbildung in Unternehmen, bei der Therapie sowie im Schulunterricht – wird immer mehr mit den Methoden und Mitteln des Theaters gearbeitet. In der theaterpädagogischen Ausbildung stehen schwerpunktmäßig die Praxis und deren Methoden im Vordergrund. Der vorliegende Band bietet dafür eine theoretische Rahmung.
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5. „Werten-Lehren“ als Aufgabe des Lehrers – Das Theater im Unterricht und in der Lehrer(aus)bildung

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5.  „Werten-Lehren“ als Aufgabe des Lehrers – Das Theater im Unterricht und in der Lehrer(aus)bildung

Zwei Spezifika des Theaters können hinsichtlich der Bildung eines Menschen hervorgehoben werden. Zum einen ist die Schulung des verantwortungsvollen Umgangs mit dem Mitleiden, der Empathiefähigkeit in Verbindung mit der Urteilskraft, als Grundlage eines Dialogs von Bedeutung. Zum anderen zeichnet sich das Theater hinsichtlich des hypothetischen Handelns aus, als das Üben von Urteilen und Handlungen ohne reale Verantwortungsübernahme und ohne das Tragen von Konsequenzen für die Darsteller. Der Lehrer hingegen ist für eine pädagogische Führung im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe verantwortlich. Denn das Theater ist nicht per se bildend und somit sollten die Methoden des Theaters nicht ohne eine reflektierte pädagogische Anleitung genutzt werden, wenn der Schüler zur Urteilsfähigkeit gelangen soll. Stattdessen bedarf es der Führung eines Lehrers, um dem Schüler pädagogische Lernchancen durch die Methoden des Theaters zu ermöglichen. Der Schüler ist beim Werten-Lernen auf die Hilfe des Lehrers angewiesen. Dieser hat in einem erziehenden Unterricht die Aufgabe, das Werten zu lehren. Wenn nun der Lehrer in seinem Unterricht die Bildungschancen, welche das Theater eröffnet, nutzen und mit seinen Schülern theaterpädagogisch arbeiten möchte, so hat er einige unterrichtsmethodische und –didaktische Konsequenzen zu beachten (Kapitel 5.1). Diese wurden bereits in Kapitel 4 erläutert und definiert, werden aber bezüglich der Vollständigkeit nochmals in diesem Kapitel zusammengefasst, da sie zur Aufgabe des...

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