Show Less
Restricted access

Adjektivvalenz und präpositionale Komplemente

Eine framebasierte Untersuchung zu Syntax und Semantik der präpositionalen Komplemente bei Adjektiven

Series:

Lyubomyr Matsekh-Ukrayinskyy

Thema des Buches ist eine korpus- und framebasierte Beschreibung der semantischen und syntaktischen Struktur der präpositionalen Komplemente bei Adjektiven unter Berücksichtigung der Ergebnisse der aktuellen Valenzforschung. Eine weitere Komponente ist die Bestimmung von Kriterien und Testverfahren zur Unterscheidung zwischen obligatorischen und fakultativen präpositionalen Komplementen und Supplementen. Das vom Autor verwendete Untersuchungsmodell enthält die Angaben zu Argumentstruktur, semantischer und syntaktischer Valenz des entsprechenden Adjektivs, zur Obligatheit bzw. Fakultativität des präpositionalen Komplements und zum Frame, zu welchem dieses Adjektiv gehört.
Show Summary Details
Restricted access

2. Die theoretischen Grundlagen

Extract

2.  Die theoretischen Grundlagen

In diesem Kapitel geht es um die theoretischen Grundlagen der vorliegenden Arbeit. Neben einem Überblick über die Valenztheorie werden hier die Ebenen der Valenz mit den ihnen charakteristischen Aspekten, die Form- und die Bedeutungsrelationen, die Prädikat-Argument-Struktur der Proposition, die für die Obligatheit und Fakultativität der Komplemente relevanten Abgrenzungskriterien und die Rektionstypologie behandelt. Im Anschluss werden die Modelle zur Wissensrepräsentation und die wesentlichen Grundzüge der Frametheorie besprochen. Danach wird die Wortart Adjektiv abgegrenzt, um abschließend die Adjektivvalenz auf der syntaktischen und semantischen Ebene zu betrachten.

2.1 Die valenztheoretischen Ansätze

Die Valenztheorie wird aus der Dependenzgrammatik abgeleitet, welche auch auf Tesnière (1959) und auch zum Teil auf Hjelmslev (1943), der der Frage der Interdependenz zwischen den Elementen in einem Satz nachgeht, zurückzuführen ist. Die der Dependenzgrammatik zugrundeliegende Idee ist, dass ein Element B von einem anderen Element A abhängt (Ágel 2000: 69) und dass durch die Aufstellung der Elemente in dem gegeben Satz die Verbindungen zwischen diesen erkannt werden können. Diese Verbindungen werden Dependenzrelationen genannt (Ágel 2000: 69). Sie entscheiden über die Funktion der Elemente im Satz (Eroms 2000: 76). Die Dependenzgrammatik setzt sich also im Unterschied zur kategorialen Grammatik, nach der die syntaktischen Strukturen auf die semantisch-funktionalen zurückzuführen sind, und im Unterschied zur Konstruktionsgrammatik, die das regierende und das regierte Element als eine Einheit (Konstruktion) betrachtet, mit der hierarchischen Struktur des Satzes auseinander (Eroms 2000: 75). Das...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.