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Managementwissen für eine innovative und lernende öffentliche Verwaltung

Grundlagen eines wirkungsorientierten, kreativen und ganzheitlichen Verwaltungsmanagements

Rüdiger Nolte and Sabine Zimmermann

Dieses Lehrbuch bietet – im Kontext einer lernenden und innovativen Verwaltung – eine komprimierte und praxisnahe Einführung in die öffentliche Managementlehre und einen umfassenden Überblick über die relevantesten Reform- und Managementkonzepte. Die New Public Management- und Public Governance-Konzepte bilden die Basis eines umfassenden staatlichen Modernisierungs- und Innovationsprozesses. Da auch die öffentlichen Verwaltungen auf ihrem langen Weg durch die Reformen in einem Umfeld agieren, das zunehmend dynamischer und komplexer wird, kommt ihrer Lern- und Entwicklungsfähigkeit eine erhebliche Bedeutung zu. Die Initiierung individueller und organisationaler Lernprozesse sowie die Mobilisierung der dazu erforderlichen Ressourcen stellt eine besondere Herausforderung an das Management der öffentlichen Verwaltungen dar.
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4. Wirkungs- und ergebnisorientierte Führung und Steuerung der öffentlichen Verwaltung durch Ziele

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4.1 Zielorientierung als verbindendes Merkmal von Führung und Steuerung

Ein wesentliches, verbindendes Merkmal von Führung und Steuerung ist das Kriterium der Zielbezogenheit. Organisationen werden gegründet, um bestimmte Zwecke und Ziele zu verfolgen und diese im Ergebnis auch so weit wie möglich zu erreichen. Unter dem Begriff „Zweck“ versteht man im organisatorischen Sinne die Leistung, die eine Organisation für ihre Umwelt erbringt und aus deren Erfüllung die Organisation ihre Existenzberechtigung und ihre Akzeptanz in der Umwelt ableitet (vgl. Staehle, 1999, 438; Nolte & Wöhner, 2012, 68). Dies gilt auch für die öffentlichen Verwaltungen, die nur bei einer möglichst wirksamen und nutzbringenden Erfüllung des jeweiligen gesetzlichen Auftrags (im Sinne einer Maximierung des Gemeinwohls und einer Sicherung der Daseinsvorsorge) ihrem originären Errichtungszweck entsprechen.

Unter dem Zielbegriff versteht man erwünschte oder angestrebte organisatorische Zustände oder Verhaltensweisen (vgl. Staehle, 1999, 438; Macharzina & Wolf, 2008, 202 m.w.Nw.). Ziele enthalten Aussagen über gewollte zukünftige Zustände, deren Eintritt von bestimmten Handlungsmaßnahmen abhängt (vgl. Schmidt, 2009, 145). Ziele stellen grundsätzlich keine feststehenden Normen oder Werthaltungen dar, sie sind vielmehr das Ergebnis eines permanenten und umfangreichen Prozesses der Zielbildung und Zielrevision. Ziele haben zentrale Bedeutung für die Organisation und bilden den Ausgangs- und Orientierungspunkt („Wegweiser“) für das betriebliche Handeln (vgl. Schmidt, 2009, 145). Zudem sind Ziele in ihrer Eigenschaft als Ordnungskriterien unverzichtbare Grundlage für die systematische, rationale Lösung von Entscheidungsproblemen und...

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