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Perspektiven der Stereotypenforschung

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Edited By Erla Hallsteinsdóttir, Klaus Geyer, Katja Gorbahn and Jörg Kilian

Stereotype sind seit der Einführung des modernen Stereotypen-Begriffs vor etwa einem Jahrhundert durch Walter Lippmann ein beliebtes und vielfältiges Thema von Untersuchungen in unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen. Der Band enthält die Beiträge aus zwei Symposien zur interdisziplinären Stereotypenforschung, die 2013 und 2014 an den Universitäten in Odense und Kiel stattfanden. Die Autorinnen und Autoren stellen eine breite Auswahl aktueller theoretischer und methodischer Ansätze aus der linguistischen sowie der angewandten gesellschaftswissenschaftlichen und lehr- und lernbezogenen Stereotypenforschung (Spracherwerbsforschung und Fremdsprachendidaktik) vor und berichten über ihre Untersuchungen, Ergebnisse und zukünftige Forschungsperspektiven.
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Erwerb und Vermittlung konzeptueller Kompetenz in der L2 am Beispiel von Bewegungsereignissen

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Do L2 learners think in their L1 when using the L2? And if so, is there a way to exploit this fact in second language teaching? In order to answer these questions three studies will be presented which investigate the role of L1 conceptualizations in L2 acquisition. Using German and Turkish learners of Danish as an example, it will be shown that expressions of motion events in an L2 do carry traces of L1 conceptualization patterns. In the light of these findings, ways of how the differences between L1 and L2 conceptualization patterns for the expression of motion events can be used productively in order to develop conceptual competence in the L2 are sketched out.

1. Einleitung

Wie beschreiben deutsche und türkische Lerner Bewegungsereignisse in ihrer L2 Dänisch? Welche Rolle spielen dabei inter- und intratypologische Unterschiede in Konzeptualisierungsmustern? Bewegungsereignisse sind für die Beantwortung dieser Fragen ein interessanter Untersuchungsgegenstand. Wir alle bewegen uns tagein tagaus. So purzeln wir zum Beispiel morgens aus dem Bett, schleppen uns zur Arbeit und sputen uns nach Feierabend nach Hause. Aufgrund ihrer physischen Allgegenwärtigkeit scheint es, dass alle Sprachen die Voraussetzungen zum Ausdruck von Bewegungsereignissen haben. Talmys Bewegungstypologie zufolge können die Sprachen der Welt in zwei Gruppen eingeteilt werden, abhängig davon, wo sie die konzeptuelle Basis eines jeden Bewegungsereignisses, den Pfad, kodieren (Talmy 2000). Unter Pfad versteht Talmy den Weg, den eine Figur beschreibt, wenn sie sich im Raum bewegt. Einige Sprachen kodieren den...

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