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Perspektiven der Stereotypenforschung

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Edited By Erla Hallsteinsdóttir, Klaus Geyer, Katja Gorbahn and Jörg Kilian

Stereotype sind seit der Einführung des modernen Stereotypen-Begriffs vor etwa einem Jahrhundert durch Walter Lippmann ein beliebtes und vielfältiges Thema von Untersuchungen in unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen. Der Band enthält die Beiträge aus zwei Symposien zur interdisziplinären Stereotypenforschung, die 2013 und 2014 an den Universitäten in Odense und Kiel stattfanden. Die Autorinnen und Autoren stellen eine breite Auswahl aktueller theoretischer und methodischer Ansätze aus der linguistischen sowie der angewandten gesellschaftswissenschaftlichen und lehr- und lernbezogenen Stereotypenforschung (Spracherwerbsforschung und Fremdsprachendidaktik) vor und berichten über ihre Untersuchungen, Ergebnisse und zukünftige Forschungsperspektiven.
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Böse Nazis, gute Deutsche und singende Soldaten: Deutschlandbezogene Stereotype in dänischen Spielfilmen über die Besatzungszeit

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The paper investigates the presentation of Germans in Danish films which feature the German occupation in World War II. It uses “social identity” as the theoretical concept. The analysis encompasses 10 movies and one TV series from the time between 1945 and 2012. In the presentation of Germans, 4 types can be distinguished: 1)“Evil Nazis” 2) German soldiers in the context of military violence 3) “Good Germans” 4) German soldiers in everyday situations. The paper argues that Germans of all types function as the “other”. In the construction of the “other”, stereotypes play an important role, establishing a contrast between “us” and “them”. The attributes ascribed to the German respectively Nazis’ “other” essentially contribute to defining the Danish “us”. Thus they fulfil an important role in identity construction. This reveals a basic cognitive mechanism which has been described in social psychological theories dealing with “social identity”.

1. Einleitung

Geschichte ist im öffentlichen Raum allgegenwärtig. Jeder Jugendliche kommt im Rahmen des Schulunterrichts mit Geschichte in Berührung. Museen, Filme, Geschichtsmagazine oder Computerspiele, um nur einige Beispiele zu nennen, präsentieren historische Inhalte. Sie tun dies in einem Ausmaß, das seit den 1980er Jahren regelmäßig zur Diagnose eines „Geschichtsbooms“ führt. Dieses Phänomen entzieht sich monokausalen Erklärungen – die Funktionen, die Geschichte erfüllt, sind vielfältig (Schörken 1997). Einer der Gründe für die Bedeutung von Geschichte für die Gesellschaft liegt sicher darin, dass Erinnerung eine spezifische Funktion...

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