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Schüleraustausch und interkulturelle Kompetenz: Modelle, Prinzipien und Aufgabenformate

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Gabriela Fellmann

Dieses Buch wurde mit dem Ludger-Schiffler Preis für Fremdsprachendidaktik 2015 ausgezeichnet.

Das Buch behandelt mit interkultureller Kompetenzentwicklung ein Thema aus der aktuellen Curricularentwicklung und deren Kompetenz- und Outputorientierung. Die Autorin entscheidet sich im Kontext einer Schüleraustauschfahrt für ein qualitatives Untersuchungsdesign, welches Handlungsforschung ( action research) im Feld, in der Doppeldimension von Forschung und Unterricht zulässt. Die Ergebnisse werden für eine Konkretisierung des Byramschen Modells (1997) genutzt und münden in die Entwicklung von begegnungsdidaktischen Prinzipien für die Gestaltung von Schüleraustauschfahrten. Abschließend präsentiert die Autorin einen praktisch erprobten Vorschlag eines phasenorientierten Modells für Schüleraustauschfahrten mit Aufgabenformaten zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.
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3 Interkulturelle Kompetenz zwischen Theorie und Praxis

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Interkulturelle Kompetenz wird in Zeiten zunehmender internationaler Zusammenarbeit und Globalisierung als Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts betrachtet. Sie wird in zahlreichen wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Diskursen thematisiert wie z.B. in der Wirtschaft (Management, Personalentwicklung, Marketing, Mitarbeitertrainings), Politik, Migrationsforschung, Pädagogik, Psychologie, Sprachwissenschaft, Kulturwissenschaft und eben auch in der Fremdsprachendidaktik (vgl. Nicklas, Müller & Kordes 2006; Deardorff 2009; Broszinsky-Schwabe 2011; Lüsebrink 2012). Die Entwicklung interkultureller Kompetenz ist als Querschnittsaufgabe im Bildungssektor zu betrachten. Aus Sicht von schulischen Lehrkräften wäre es hilfreich, die verschiedenen Ansätze der Diskurse zu bündeln. Das Ziel müsste eine Systematisierung der großen Vielfalt an Begriffen, Definitionen und Modellen sein, damit Pädagoginnen und Pädagogen die Entwicklung interkultureller Kompetenz gezielt fördern können.

In dieser Studie wird eine Verengung des Blickpunktes vorgenommen und die Thematik der interkulturellen Kompetenz auf den Schwerpunkt „Englischunterricht“ bzw. „Fremdsprachenunterricht“ im weitesten Sinne untersucht. Damit einher geht in Kapitel 3.1 eine Fokussierung auf für Englischunterricht bzw. Fremdsprachenunterricht relevante Begrifflichkeiten und Modelle. Zunächst wird auf das Adjektiv „interkulturell“ eingegangen, anschließend werden die für Englischunterricht gängigen Termini „interkulturelle Kompetenz“, „interkulturelle kommunikative Kompetenz“, „interkulturelles Lernen“ und „interkulturelles Verstehen“ definiert.8 Danach gilt der Fokus verschiedenen Modellen ← 35 | 36 → interkultureller Kompetenz: Für Englischunterricht relevant erscheinen die in den nachfolgenden Teilkapiteln vorgestellten Modelle von Byram (1997), Bennett (1986; 1993) und Deardorff (Bertelsmann Stiftung 2006). Begründungszusammenhänge für die Fokussierung auf diese drei Modelle werden in den einzelnen Teilkapiteln dargelegt. In...

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