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Schüleraustausch und interkulturelle Kompetenz: Modelle, Prinzipien und Aufgabenformate

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Gabriela Fellmann

Dieses Buch wurde mit dem Ludger-Schiffler Preis für Fremdsprachendidaktik 2015 ausgezeichnet.

Das Buch behandelt mit interkultureller Kompetenzentwicklung ein Thema aus der aktuellen Curricularentwicklung und deren Kompetenz- und Outputorientierung. Die Autorin entscheidet sich im Kontext einer Schüleraustauschfahrt für ein qualitatives Untersuchungsdesign, welches Handlungsforschung (action research) im Feld, in der Doppeldimension von Forschung und Unterricht zulässt. Die Ergebnisse werden für eine Konkretisierung des Byramschen Modells (1997) genutzt und münden in die Entwicklung von begegnungsdidaktischen Prinzipien für die Gestaltung von Schüleraustauschfahrten. Abschließend präsentiert die Autorin einen praktisch erprobten Vorschlag eines phasenorientierten Modells für Schüleraustauschfahrten mit Aufgabenformaten zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.
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4 Schüleraustauschfahrten und Begegnungen im Fremdsprachenunterricht

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Einen zweiten theoretischen Ausgangspunkt dieser Studie bildet das Forschungsfeld Schüleraustauschfahrten und Begegnungen. So gilt der Schüleraustausch als „ein klassisches Lernfeld für bikulturellen Vergleich und interkulturelles Lernen“ (Decke-Cornill & Küster 2010: 235) oder aber als Königsweg, um fremde Kulturen kennenzulernen (vgl. Burwitz-Melzer 2003: 72). Es ist im schulischen Kontext ein seit Jahrzehnten etabliertes Bonbon, das von vielen Schülerinnen und Schülern gerne wahrgenommen wird. Ein Blick auf die Homepages von insbesondere weiterführenden Schulen zeigt, wie gängig Schüleraustauschprogramme in der Schulpraxis sind. Schäfer (vgl. 2012: 31) zeichnet allerdings ein deutliches Bild der unzureichenden Forschungslage in diesem Bereich: Sie stellt einen Mangel an „aktuellen Forschungsarbeiten zu Schülerbegegnungen und Austauschpraxis“ fest. Die Komplexität des Forschungsgegenstands, fehlende Forschungsinstrumente, eine generelle Unübersichtlichkeit des Forschungsfelds, fehlende Forscherteams und die Vielfalt der Austausch- und Begegnungsformate sind sicherlich nur einige von zahlreichen weiteren Begründungszusammenhängen, warum es kaum bzw. nur wenige Forschungsaktivitäten in diesem Bereich gibt. Nachfolgend sollen zunächst Überblicke über die Vielfalt von Begegnungsformaten und Schüleraustausch (Kapitel 4.1) und über die bisherige Forschung in diesem Bereich erfolgen (Kapitel 4.2). Hierbei finden insbesondere Forschungsergebnisse zur Gestaltung von Schüleraustauschfahrten Berücksichtigung. Als drittes werden Möglichkeiten zur Entwicklung interkultureller Kompetenz im Schüleraustausch vorgestellt (Kapitel 4.3), um viertens auf der Grundlage der Forschungsliteratur eine Annäherung an ein phasenorientiertes Modell für Schüleraustauschfahrten in Kapitel 4.4 vorzulegen. Die Wissensbestände der Theorie zur Austauschforschung zeigen Verknüpfungspotenzial zu aufgabenorientierten...

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