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«Arisierung» von Privatbanken am Beispiel des Bankhauses E. J. Meyer in Berlin

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Maximilian Elsner von der

Das Buch behandelt die «Arisierung» von Banken in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus. Anhand der Geschichte des Bankhauses E. J. Meyer werden soziale, ökonomische und rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen dargestellt – von der Privatbank und Mitgründerin der Deutschen Bank und des Bauunternehmens Philipp Holzmann über die Krisen zwischen den Weltkriegen, die Bankenkrise 1931, den Niedergang im Nationalsozialismus bis zur «Arisierung», nach der nochmals ein Inhaberwechsel zum Bankhaus Metzler aus Frankfurt erfolgte. AbschlieFrankfurt erfolgte. Abschließend wird auf Entschädigungs- und Restitutionsverfahren aufgrund erlittenen Unrechts im Dritten Reich eingegangen, die teilweise bis in die 1960er-Jahre dauerten und deren Ende die Anspruchsteller oft nicht erlebten.
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Das 1816 vom jüdischen Ely Joachim Meyer gegründete Bankhaus E. J. Meyer in Berlin ist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr stark aufstrebend gewesen. So zählte es als zweitgrößter Anteilszeichner zu den Mitgründern der Deutschen Bank sowie zu den Mitgründern anderer Großbanken und Unternehmen, beispielsweise Philipp Holzmann.

Um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert unter der zweiten (Abraham gen. Adolf und Friedrich) und dritten Generation (Ernst Joachim) der Familie Meyer zählten die Bankiers von E. J. Meyer zu den einflussreichsten und vermögendsten Bankiers des Deutschen Reiches und waren vernetzt mit der damaligen Wirtschaftselite, teilweise sogar verwandtschaftlich verbunden. Sie waren Mitglieder in diversen Aufsichtsräten und wirtschaftlich-gesellschaftlichen Vereinigungen, teilweise über Generationen. Gleichzeitig trat mit Albert Stäckel 1896 der erste familienfremde Teilhaber in das Bankhaus ein.

Das Bankhaus hatte seit den 1870er Jahren seinen Sitz in der Voßstraße 16 in der Mitte Berlins, einem Gebäude, dass 1937 der Neuen Reichskanzlei Adolf Hitlers weichen musste.

Im Jahr 1913 trat mit Adolf Ernst Joachim Meyer die letzte Generation der Familie Meyer als persönlich haftender Gesellschafter in das Bankhaus E. J. Meyer ein.

Die Zeit des ersten Weltkrieges sowie die sich anschließende Wirtschaftskrise 1923 brachte das Bankhaus E. J. Meyer an den Rand seiner Existenz, es konnte sich aber durch Kredite eines verwandtschaftlich verbundenen Londoner Handelshauses sowie durch die Einlagen zweier neuer persönlich haftender Gesellschafter, Leonhard Horwitz und Georg...

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