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Perspektive Nord: Zu Theorie und Praxis einer modernen Didaktik der Landeskunde

Beiträge zur 2. Konferenz des Netzwerks "Landeskunde Nord</I> in Stockholm am 24./25.01.2014

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Edited By Christine Becker and Frank Thomas Grub

2012 wurde das Netzwerk-Projekt Landeskunde Nord ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, Forschung und Lehre zur Landeskunde des Deutschen als Fremdsprache, insbesondere in den nordischen Ländern, voranzutreiben. Das vorliegende Buch, Perspektive Nord, knüpft an den 2013 erschienenen Band Landeskunde Nord an und bietet Reflexionen wissenschaftstheoretischer, fachdidaktischer und inhaltlicher Aspekte, die für die Gestaltung der Landeskundelehre bzw. des Landeskundeunterrichts relevant sind. In ihrer Vielfalt sind die hier vorgelegten Konzepte und Ideen vor allem modernen kulturwissenschaftlichen Ansätzen verpflichtet, knüpfen an international geführte Diskussionen an und haben auch deshalb über die nordischen Länder hinaus Bedeutung. Dabei setzen die Autorinnen und Autoren auf autonomes und lebenslanges Lernen.
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Theoria cum praxi? Welche Einblicke in wissenschaftliche Ansätze der Landeskunde und ihrer Bezugsdisziplinen benötigen Studentinnen und Studenten auf grundnivå?

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Den Hauptteil des vorliegenden Beitrags bildet die grundlegend überarbeitete Fassung eines Kapitels, das 2010 in der sechsten Auflage des in Schweden entstandenen Landeskunde-Lehrbuchs Dreiländerkunde erschien.1 Anlass für die Erarbeitung des Textes war zum einen die an den schwedischen Universitäten verankerte Forderung nach einer Verbindung von Lehre und Forschung (‚forskningsanknytning‘), zum anderen das Fehlen einer auch für Studierende auf grundnivå, das heißt in der Regel der ersten drei Semester, verständlichen Einführung in die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Landeskunde im weitesten Sinne.

Der Text ist das Ergebnis mehrerer Erprobungen; frühere Fassungen wurden ab 2008 bzw. 2009 an der Universität Göteborg im grundkurs (1. Fachsemester) bzw. im fortsättningskurs (2. Fachsemester) eingesetzt. Der Text weist eine Progression auf; die einzelnen Teile können also auch unabhängig voneinander und auf verschiedenen Stufen behandelt werden. Wichtig ist dabei nicht zuletzt die Übernahme der studentischen Perspektive; deshalb wurden – mit Ausnahme von Wikipedia – bewusst auch Quellen aufgesucht, die viele Studierende erwartungsgemäß zuerst konsultieren, beispielsweise der Duden.

Vor diesem Hintergrund sind die zitierten Quellen auch nicht als konkurrierend, sondern als einander ergänzend zu verstehen; die wissenschaftliche Literatur wurde dabei teilweise in der Ausgangssprache belassen um eventuelle Nuancen, die bei der Übersetzung ins Deutsche verloren gehen könnten, zu ← 69 | 70 → bewahren und zugleich die Problematik der Übersetzung von Begriffen wie ‚Kultur‘ / ‚culture‘ zu verdeutlichen. Über das Postulat der Verbindung von Lehre und Forschung hinausgehend, berücksichtigt der Text curriculare Forderungen,...

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