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Studien zu Sprache und Stil in alt- und mittelhochdeutscher Literatur

Helge Eilers

Diese Studien behandeln anhand repräsentativer Texte der alt- und mittelhochdeutschen Literatur zentrale Themen im Bereich von Sprache und Stil. Dazu gehören Parataxe und Hypotaxe in althochdeutscher Prosa und im Nibelungenlied, Parenthese sowie Sprachstil in der frühmittelhochdeutschen Epik, vor allem im Rolandslied und in der Kaiserchronik. Außerdem zählen dazu Stilmittel (insbesondere Metaphorik) bei Walther und Hartmann – hier im Vergleich mit dem Rolandslied sowie mit dem spätmittelhochdeutschen Helmbrecht, dazu die Sprachreflexion Hartmanns in seinem Werk und, als Anhang, Sprachwandel der Gegenwart in diachroner Sicht. Die Studien verstehen sich als Beitrag zur deutschen Sprachgeschichte (dazu u.a.: komplexe Hypotaxe der höfischen Passagen im Nibelungenlied, Relevanz der Parenthese im Frühmittelhochdeutschen, zum Teil zyklischer Charakter beim Sprachwandel); sie sind aber auch Anregung für Kritik und weitere Untersuchungen zur Thematik.
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Sprache und Stil bei Herrscherlob und Fürstenpreis in der deutschen Dichtung des frühen Mittelalters

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Die Thematik ‚Herrscherlob und Fürstenpreis‘ findet sich mehrfach in der deutschen Dichtung des Frühmittelalters – im wesentlichen die Zeit der althochdeutschen und frühmittellhochdeutschen Literatur von etwa 800 bis 1150. Das Thema erscheint allerdings in recht unterschiedlicher Form – so begegnet das Herrscherlob in der frühen alt-hochdeutschen Dichtung bei Otfrid als umfangreiche Widmung seines Evangelienbuches aus den Jahren 863–871 an Ludwig den Deutschen. (Die Datierung folgt hier und für die anderen Werke weitgehend den Angaben de Boors in seiner Literaturgeschichte.6) Darüber hinaus haben wir mit dem Ludwigslied zum Sieg des westfränkischen Königs Ludwig III. über die Normannen im Jahre 881 einen eigenständigen Text, ebenso im Falle des Liedes De Heinrico – wahrscheinlich aus Anlaß der Begegnung bzw. Versöhnung Ottos III. mit Heinrich dem Zänker im Jahre 994 oder auch etwas später (so de Boor). Ludwigslied und De Heinrico werden überwiegend als Preislieder im Sinne des Fürstenpreises und damit gleichsam als eigenen Gattung bezeichnet – so bei H.D. Schlosser und K.A. Wipf in ihren Ausgaben der althochdeutschen Literatur.7

Von den frühmittelhochdeutschen Werken seit 1050 sind es dann vor allem die Kaiserchronik – wahrscheinlich zwischen 1135 und 1147 entstanden – sowie das Rolandslied – vermutlich um 1170 – , in denen verschiedene Beispiele für das Herrscherlob gegeben sind: im Rolandslied sowohl mit der Widmung an einen Herzog Heinrich – sehr wahrscheinlich Heinrich der Löwe – als auch mit der Verherrlichung Karls des Großen im Lied selbst und in der Kaiserchronik mit mehreren...

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