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Erwartungswidrige Minderleistung und Belastung im kaufmännischen Unterricht

Analyse pädagogischer, psychologischer und physiologischer Aspekte

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Tobias Kärner

Im Buch wird das pädagogisch-psychologische Konstrukt der erwartungswidrigen Minderleistung vor dem Hintergrund von Belastung, Bewältigung und berufsschulischem Unterricht genauer beleuchtet. Mittels eines mehrebenen- und prozessanalytischen Forschungsansatzes wurden vom Autor sowohl psychologische und physiologische Produkt- und Prozessdaten als auch unterrichtliche Beobachtungsdaten erhoben. Die Befunde weisen u. a. darauf hin, dass es zwischen den unterschiedlichen Datenebenen entsprechende Zusammenhänge zu verzeichnen gibt.
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IV Empirische Befunde

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In diesem Teil der Arbeit werden die empirischen Befunde vorgestellt, bevor sie in Kapitel acht vor dem Hintergrund der theoretischen Grundlagen diskutiert werden. Der Kapitelaufbau orientiert sich einerseits an dem entwickelten theoretischen Analysemodell und andererseits an der Sequenz der aus den Forschungsfragen abgeleiteten Arbeitshypothesen. So werden erwartungswidrige Minderleister zunächst auf Basis des regressionsanalytischen Modells identifiziert, ehe sie anhand psychischer lern- und leistungs- (z. B. Fähigkeitsselbstkonzept) sowie belastungsbezogener Merkmale (z. B. Stressvulnerabilität, Stressbewältigungsstile) mit Overachievern und Achievern verglichen werden. Anschließend wird die Selbsteinschätzung der Lernenden hinsichtlich des Unterrichts und der Lehrkraft betrachtet, wobei die Achievement-Gruppen beispielsweise anhand ihrer Wahrnehmung zur Schüler-Lehrer-Beziehung oder der Instruktionsqualität miteinander verglichen werden. Auf physiologischer Ebene steht nachfolgend die Untersuchung der Speichelcortisol-Konzentrationen im Mittelpunkt. Hierbei werden sowohl die gruppenindividuellen Cortisol-Baselines als auch die vor- und nach-unterrichtliche Cortisol-Konzentration fokussiert. Der konkrete Bezug zum schulischen Unterricht stellt in diesem Zusammenhang eine Überleitung zur Charakterisierung der schulischen Lernumgebungen der untersuchten Schulklassen dar, wobei neben sichtstrukturellen Unterrichtsmerkmalen auch interaktionale Aspekte Beachtung finden. Hierbei werden die Achievement-Gruppen beispielsweise anhand ihrer Einbindung in unterrichtliche Interaktionsprozesse sowie der damit verbundenen Zuweisung von Lernobjekten verglichen. Der objektiven Beschreibung der jeweiligen Unterrichtsumgebungen folgt die Prozessanalyse physiologischer (kardiovaskulärer) Parameter und des subjektiven Erlebens sowie die unterschiedliche Analyseebenen integrierende Betrachtung.

Da die regressionsbasierte Gruppenbildung die Grundlage der weiterführenden Analysen bildet, soll mit diesem Auswertungsschritt begonnen werden. Dem Vorgehen von Wahl (1975, 40ff.) folgend, wird zunächst die Korrelation zwischen kognitiven Grundfähigkeiten (CFT 20-R) und dem...

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