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Erwartungswidrige Minderleistung und Belastung im kaufmännischen Unterricht

Analyse pädagogischer, psychologischer und physiologischer Aspekte

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Tobias Kärner

Im Buch wird das pädagogisch-psychologische Konstrukt der erwartungswidrigen Minderleistung vor dem Hintergrund von Belastung, Bewältigung und berufsschulischem Unterricht genauer beleuchtet. Mittels eines mehrebenen- und prozessanalytischen Forschungsansatzes wurden vom Autor sowohl psychologische und physiologische Produkt- und Prozessdaten als auch unterrichtliche Beobachtungsdaten erhoben. Die Befunde weisen u. a. darauf hin, dass es zwischen den unterschiedlichen Datenebenen entsprechende Zusammenhänge zu verzeichnen gibt.
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V Diskussion der Ergebnisse und Ausblick

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Nachdem die empirischen Befunde dargestellt und erläutert wurden, sollen diese in dem vorliegenden Kapitel zunächst hinsichtlich der Forschungsmethodik kritisch betrachtet werden. Nachfolgend werden ausgewählte Ergebnisse mit Bezug zu den aufgestellten Forschungsfragen und den daraus abgeleiteten Arbeitshypothesen zusammenfassend diskutiert.122 Sich hieraus ergebende Implikationen für die Unterrichtspraxis werden anschließend dargelegt, bevor offene Forschungsfragen aufgezeigt werden.

Die Gesamtstichprobe der durchgeführten quasi-experimentellen Prozessuntersuchung umfasst insgesamt 53 Personen. 50 Personen nahmen an der fragebogen- und testbasierten Eingangserhebung teil. Hierbei wurde eine Person aus den Analysen ausgeschlossen, da sie auf Basis einer Ausreißeranalyse (vgl. Janssen & Laatz 2007, 237; Eckstein 2008, 88; Bortz & Schuster 2010, 170) sowohl hinsichtlich der WBT-Leistung als auch bezüglich der kognitiven Grundfähigkeiten extrem niedrige Werte aufweist. Somit besteht die reduzierte Stichprobe von 49 Personen aus insgesamt zwei Schulklassen, welche die Grundlage für die regressionsanalytische Identifikation von Underachievern, Overachievern und Achievern bildete. Weiterhin liegen der Längsschnittstudie pro Schulklasse neun Unterrichtsstunden zugrunde, was bei einer 10-minütigen Abfragefrequenz des subjektiven Erlebens 38 Messzeitpunkte pro Person ergibt. Die gleiche personenbezogene Anzahl ergibt sich für die auf 10 Minuten aggregierten kardiovaskulären Kennwerte. Hierbei stellt sich u. a. die Frage nach der externen Validität der Untersuchung (vgl. Bortz & Döring 2006, 727). Diese Frage bezieht sich einerseits auf die Personenstichprobe und andererseits auf die Länge des Untersuchungszeitraums. Entsprechende Vorteile der Erhebung von Prozessdaten in der natürlichen Unterrichtsumgebung werden u. a. von Wild & Krapp (1996, 196) ← 411...

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