Show Less
Restricted access

Bildungseinrichtungen im sozialen und räumlichen Kontext

Zur Integrationsfunktion von schulischen und außerschulischen Institutionen in ausgewählten Vierteln der Stadt Luxemburg

Series:

Magali Lehners

Magali Lehners bezieht sich in ihrem Buch auf die Erweiterung der schulischen und außerschulischen Fördermöglichkeiten in sozial benachteiligten Stadtvierteln der Stadt Luxemburg. Ein zentrales Anliegen ist hierbei die Untersuchung der Kooperation zwischen Schulen und der Gemeinde in den jeweiligen Schulbezirken. Dabei stellen die Analyse des sozialen Hintergrunds der Schüler und die Gegebenheiten des jeweiligen Einzugsgebietes der Schule den Ausgangspunkt dar. Ergänzend zu den Ergebnissen der Berechnung eines sozialen Indexes für die Schulbezirke werden in ausgewählten Beispielen qualitative Fallstudien durchgeführt, in denen die Wechselwirkungen zwischen schulischen Aktivitäten und kommunalplanerischen Mitteln genauer untersucht werden.
Show Summary Details
Restricted access

1 Einleitung

Extract



1.1  Hinführung zum Thema

Spricht man von Globalisierung im Jahr 2012 denkt man vor allem an die globale Wirtschafts- und Finanzkrise. Dabei sind die in vielen Städten schon seit längerer Zeit zunehmenden Strukturen sozialer Ungleichheit sowie Tendenzen sozialer Ausgrenzung und Marginalisierung nicht zu vergessen. Diese hängen damit zusammen, dass eine gestiegene Migration eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur mit sich bringt. Innerhalb der Städte lässt sich ein Trend zu einer sozioökonomischen Polarisierung feststellen. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich werden größer. Eine Homogenisierung von Stadtvierteln entwickelt sich, die zu einer Heterogenität der Gesamtstadt führt. Die sozioökonomische Polarisierung führt zu einer sozialräumlichen Polarisierung. Es lässt sich eine zunehmende Zahl von Wohngebieten mit hohem bzw. steigendem Anteil armer Bevölkerung feststellen. Bedeutsam ist aber nicht nur die Zunahme der Armut, sondern auch deren ungleiche Verteilung über die Stadtteile. Es grenzen sich „Räume der Verlierer“ deutlich von „Räumen der Modernisierungsgewinner“ ab. In dieser Arbeit wird die Frage gestellt, inwieweit diese Phänomene auch auf die Stadt Luxemburg zutreffen.

Auf der einen Seite haftet Luxemburg das Image einer wirtschaftlich prosperierenden Stadt und eines Steuerparadieses an. Im Ausland wird Luxemburg meistens mit einer großen Zahl von Banken und einem hohen Einkommen assoziiert. Außerdem ist bekannt, dass Luxemburg der Sitz wichtiger europäischer Institutionen wie zum Beispiel des europäischen Gerichtshofs ist. In der Tat hat sich Luxemburg zu einem der f...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.