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CLIL Revisited

Eine kritische Analyse zum gegenwärtigen Stand des bilingualen Sachfachunterrichts

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Edited By Bernd Rüschoff, Julian Sudhoff and Dieter Wolff

CLIL Revisited liefert eine kritische Analyse des als CLIL oder bilingualer Sachfachunterricht bezeichneten Unterrichtskonzepts. Zentrale Fragen, die in der Forschung und in den beteiligten Didaktiken zur Debatte stehen, werden innerhalb des Sammelbands aufgegriffen und mit Hinblick auf den aktuellen Stand der Diskussion reflektiert und aufgearbeitet. Das Buch greift in sechs Kapiteln folgende Schlüsselthemen auf: 1. Stand der Diskussion zur Definition von CLIL. 2. Ausgestaltung von CLIL im öffentlichen Schulwesen. 3. Erwerb sprachlicher Kompetenzen in CLIL-Kontexten. 4. Erwerb sachfachlicher Kompetenzen in CLIL-Kontexten. 5. Gestaltung von Fach- und Sprachunterricht in CLIL-Kontexten. 6. Lehrerausbildung für den CLIL-Unterricht.
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5.1. Zum Stand der Entwicklung einer CLIL-Didaktik für den bilingualen Unterricht: Vier Grundmodelle und das (ewig?) uneingelöste, aber einlösbare Versprechen reflexiver Lernprozesse

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Stephan Breidbach, Humboldt-Universität zu Berlin

5.1 Zum Stand der Entwicklung einer CLIL-Didaktik für den bilingualen Unterricht: Vier Grundmodelle und das (ewig?) uneingelöste, aber einlösbare Versprechen reflexiver Lernprozesse

1 Einleitung: CLIL-Didaktik als Didaktik für den bilingualen Sachfachunterricht (BU)

Die Vielfalt möglicher Ausprägungsformen dessen, was landläufig als Content and Language Integrated Learning (CLIL) bezeichnet wird, ist bekannt (z. B. EURYDICE 2006, Sudhoff/Wolff in diesem Band). Darüber hinaus findet man die Bezeichnung CLIL in unterschiedlichen Verwendungsweisen: Zum einen, um auf die spezifische äußere Organisationsform des Unterrichts hinzuweisen – hier meint CLIL, dass neben oder anstelle der offiziellen Schulsprache eine Fremdsprache oder eine weitere Sprache der Lernenden zum Tragen kommt. Zum anderen findet die Bezeichnung CLIL Verwendung, um auf eine Ziel- und Prozessnorm von Unterricht hinzuweisen. Die verschiedenen Ansätze lassen sich hierbei grob danach klassifizieren, ob sie als language-driven, z. B. inhaltsorientierter Fremdsprachenunterricht mit Schwerpunkt auf den etablierten Zielsetzungen des Fremdsprachenunterrichts, oder als content-driven, z. B. Teil- oder Vollimmersion mit dem Schwerpunkt auf den etablierten Zielen des Fachunterrichts, beschrieben werden können (Lyster/Ballinger 2011). In diesem Band wird mit dem Konzept CLIL auf die Unterrichtsform des bilingualen (Sachfach)unterrichts (BU) Bezug genommen, der zu den content-driven Formaten gezählt wird. Aus didaktischer Sicht ist CLIL nicht gleichbedeutend mit der Form BU selbst, sondern es handelt sich um eine didaktische Programmatik, die im Namen trägt, was sich im BU (wenngleich sicher nicht nur dort) idealerweise ereignen sollte und...

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