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Interkulturelle Motivation im Fremdsprachenunterricht

Eine komparative Studie zu Deutsch als Fremdsprache in Polen und den USA

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Maciej Mackiewicz

Das Buch setzt sich mit der Problematik der interkulturellen Motivation unter den polnischen und US-amerikanischen DaF-Lernenden auseinander. Die interkulturelle Motivation ist ein potentieller Teil des Motivationskomplexes, wobei das Wechselspiel zwischen der Eigenkultur und der Kultur des Zielsprachenlandes grundlegend für diese Motivationsart ist. Der Autor geht der Frage nach, inwieweit kulturspezifische Faktoren und unterschiedliche Bezüge zu der Zielsprachenkultur die Motive zum Erlernen von Deutsch als Fremdsprache beeinflussen und wie sie sich auf die interkulturelle Motivation der Deutschlernenden in unterschiedlichen Ausgangskulturen auswirken. Erkenntnisse der Studie können für die Weiterentwicklung von Lehrprogrammen, Lehrwerken und Lehrmethoden nützlich sein und zur Förderung des interkulturellen Ansatzes in der DaF-Didaktik beitragen.
«Diese Untersuchung besticht sowohl vom theoretischen Ansatz als auch von der empirischen Durchführung her. Sie ist so gediegen wie überzeugend und eröffnet eine Vielzahl weiterführender Forschungsperspektiven. Darüber hinaus lassen sich aus ihren Befunden wichtige Anleitungen zur künftigen Verbesserung des DaF-Unterrichts ableiten.»
Prof. Dr. Ulrich Ammon
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10. Interkulturelle Motivation der US-amerikanischen Studierenden im Spiegel der Sprachlernbiographien

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10.  Interkulturelle Motivation der US-amerikanischen Studierenden im Spiegel der Sprachlernbiographien

Die Sprachlernbiographien wurden von amerikanischen Studierenden – Teilnehmern der studienbegleitenden Deutschkurse im Sommersemester 2011/2012 und zum Teil auch im Wintersemester 2012/2013 verfasst. Ähnlich wie im polnischen Teil der Studie, wurden, mithilfe der zuständigen Kursleiter jeweils eine oder zwei Gruppen gewählt, die sich zuvor an der quantitativen Befragung beteiligt hatten und sich nun bereit erklärten, die zeitaufwendigere qualitative Untersuchung mit ihrem Beitrag zu unterstützen. Auch in diesem Fall wurden die Raster zur Sprachlernbiographie entweder in elektronischer Form als MS Word-Dateien, oder in ausgedruckter Papierversion verteilt, was im Ermessen der Koordinatoren lag. Die meisten Biographien wurden in elektronischer Form zur Auswertung abgegeben. An zwei Hochschulen wurden die Papierform und handgeschriebene Biographien bevorzugt.

10.1  Zur Probandengruppe

Zur Auswertung wurden 70 Sprachlernmotivationsbiographien herangezogen. Abgegeben wurden zwar insgesamt 74 Texte, vier mussten aber bereits bei der ersten Durchsicht aus dem Korpus entfernt werden. So gab es drei Biographen, die Deutsch als ihr Hauptfach (Major) angaben und aus im methodologischen Kapitel erklärten Gründen konnten diese Biographien nicht berücksichtigt werden. Ferner hat ein Biograph, ein zuvor in Deutschland lebender Serbe, angegeben, er sei nur zum Zwecke des Studiums in die USA eingereist und wolle nach dem Abschluss wieder nach Europa. Bei aller Erwartung einer größeren kulturellen und ethnischen Heterogenität der Probanden als in Polen, entsprach gerade dieser Fall der angestrebten Stichprobe ebenfalls nicht, vor allem wegen des früheren festen Wohnsitzes und der...

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