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Interkulturelle Motivation im Fremdsprachenunterricht

Eine komparative Studie zu Deutsch als Fremdsprache in Polen und den USA

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Maciej Mackiewicz

Das Buch setzt sich mit der Problematik der interkulturellen Motivation unter den polnischen und US-amerikanischen DaF-Lernenden auseinander. Die interkulturelle Motivation ist ein potentieller Teil des Motivationskomplexes, wobei das Wechselspiel zwischen der Eigenkultur und der Kultur des Zielsprachenlandes grundlegend für diese Motivationsart ist. Der Autor geht der Frage nach, inwieweit kulturspezifische Faktoren und unterschiedliche Bezüge zu der Zielsprachenkultur die Motive zum Erlernen von Deutsch als Fremdsprache beeinflussen und wie sie sich auf die interkulturelle Motivation der Deutschlernenden in unterschiedlichen Ausgangskulturen auswirken. Erkenntnisse der Studie können für die Weiterentwicklung von Lehrprogrammen, Lehrwerken und Lehrmethoden nützlich sein und zur Förderung des interkulturellen Ansatzes in der DaF-Didaktik beitragen.
«Diese Untersuchung besticht sowohl vom theoretischen Ansatz als auch von der empirischen Durchführung her. Sie ist so gediegen wie überzeugend und eröffnet eine Vielzahl weiterführender Forschungsperspektiven. Darüber hinaus lassen sich aus ihren Befunden wichtige Anleitungen zur künftigen Verbesserung des DaF-Unterrichts ableiten.»
Prof. Dr. Ulrich Ammon
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6. Interkulturelle Motivation der DaF-Lernenden in Polen und den USA – zur Methodik der empirischen Untersuchung

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6.  Interkulturelle Motivation der DaF-Lernenden in Polen und den USA – zur Methodik der empirischen Untersuchung

6.1  Forschungsdesign

Die Erforschung der Motive, sowie der Fremdbilder und Einstellungen der polnischen und amerikanischen Deutschlernenden erfolgt mithilfe von zwei Methoden: einer Befragung, die dem quantitativen Ansatz gerecht wird, und durch Analyse von Sprachlernbiographien, die den qualitativen Forschungsmethoden zuzurechnen ist. In beiden Fällen handelt es sich um eine Querschnittstudie. Obgleich im Falle der Motivationsforschung, wie auch generell in der Fremdsprachenforschung, eine longitudinale Studie von besonderem Vorteil sein könnte, weil sie dem Fremdsprachenerwerb als einem dynamischen Prozess gerecht wird (vgl. Aguado/ Riemer 2001: 255), wäre eine derartige Datenerhebung im Falle dieser breit angelegten und zwei Länder umfassenden Untersuchung extrem schwierig gewesen. Eine Beobachtung des Motivationsprozesses ein und derselben Stichprobe innerhalb einer längeren Zeitperiode war kaum möglich, weil, erstens, kooperierende Dozenten an polnischen und US-amerikanischen Hochschulen mit einer von ihnen abverlangten intensiven und langwierigen Hilfeleistung nicht belastet werden konnten, und zum anderen, weil eine große Fluktuation der Kursteilnehmer nach jedem Semester das Verfolgen der Deutschlernerfahrungen der einzelnen Studierenden extrem erschwert hätte. Dieser Mangel soll in der quantitativen Studie durch eine entsprechende Frage nach motivationalen Tendenzen und in der Sprachlernbiographie durch Reflexionen über verschiedene Phasen des Deutschlernens zum Teil wettgemacht werden. Die Sprachlernbiographie, als eine z.T. „retrospektive Studie“ (Fuhs 2007: 52) wird hier also als eine Möglichkeit wahrgenommen, die in längerer Zeitperspektive erfasste Dynamik der Lernmotivation festzustellen. Auch die in der quantitativen Untersuchung festgestellten...

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