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Orient im Okzident – Okzident im Orient

West-östliche Begegnungen in Sprache und Kultur, Literatur und Wissenschaft

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Ernest W.B. Hess-Lüttich and Yoshito Takahashi

Die programmatische Gegenüberstellung von Orient und Okzident spielt seit der «Entdeckung des Ostens» im 17. und 18. Jahrhundert in der Ideengeschichte Europas eine große Rolle. Der Band sucht Erscheinungsformen der «Repräsentation» von Orient und Okzident, wie sie sich in Sprache, Literatur, Medien, Technik und Umwelt äußern, aus mehreren Perspektiven xenologisch zu erschließen. Er vereint Ansätze zur philosophischen Grundlegung interkultureller Ost-West-Forschung sowie der kultur- und literarhistorischen Aufarbeitung wechselseitig fruchtbarer Inspiration, z. B. in der Weimarer Klassik, im Einfluss «östlichen» Denkens auf die Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, aber auch in der Garten- und Landschaftsarchitektur sowie der Wissenschaftskommunikation im Zeichen neuer ökologischer Herausforderungen.
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Klima-Katastrophen: Weshalb Klimawandel (k)ein Thema für die Romanliteratur ist: Berbeli Wanning (Universität Siegen)

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Berbeli Wanning (Universität Siegen)

Contemporary literature offers a range of novels which reflect the topic of climate change. Eistau by Iliya Trojanow and Solar by Ian McEwan are two examples that show some ways of critical reflections on the ecological situation they stage. These novels however, far away from being utopian or dystopian tales, require readers to be attentive to those narrative moments when the world we are used to meets the challenges of the near future: thinking about climate change in a literary way means to make efforts to avoid it in reality. This causes some problems to narratology: How can we tell about things we expect, but we don’t want them to be realized? How can we talk about the not-yet in literary discourse? These novels gain merit for ecocritical reading, for mobilizing the latent dynamics of saving the threatened nature. The article shows how this works.

Gefährdungen der Natur und Umwelt sind seit langem ein wichtiges Thema in der Romanliteratur. Das Klima befindet sich derzeit in einem entscheidenden Wandel. In der Öffentlichkeit hat die Debatte um den Klimawandel und seine möglichen Folgen inzwischen die Auseinandersetzung um die Nutzung der Kernenergie abgelöst. Nach nunmehr zwei verheerenden Unglücken in den Atomkraftwerken Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011) sind die Schadenswirkungen dieser Technologie mehr als augenfällig. Das Thema Klimawandel tritt als neues Paradigma des Umweltbewusstseins die Nachfolge dieser auch ästhetisch geführten Debatten an. Somit kommt der Roman als literarische Leitgattung...

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