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Sozialkapital und Open-Source-Netzwerke

Determinanten und Erfolgswirkungen

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Miriam De Blasi

Die Fähigkeit zur Generierung und Verbreitung neuen Wissens in einem produktiven Kontext stellt einen bedeutenden Aspekt ökonomischer Prozesse dar. Diese Arbeit zeigt den Generierungs-, Austausch- und Diffusionsprozess des Kollektivguts Wissen am Beispiel von Open Source-Netzwerken auf. Das Hauptinteresse gilt dabei der Frage, welchen Einfluss die institutionellen Rahmenbedingungen sowie technologiebasierte und exogene Faktoren auf die Ausgestaltung der Netzwerkinteraktion im Sinne des Sozialen Kapitals haben und wie sich dies auf den Erfolg der Netzwerkkooperation auswirkt.
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1 Einleitung

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Die Fähigkeit zur Generierung und Verbreitung neuen Wissens in einem produktiven Kontext stellt seit jeher einen bedeutenden Aspekt ökonomischer Prozesse dar. Mit der Entwicklung hin zu einer wissensbasierten Gesellschaft, in welcher Wissen einen vierten und vielleicht wichtigsten Produktionsfaktor darstellt, gewinnt technologisches Wissen noch zusätzlich an Bedeutung. Gleichzeitig eröffnen die Fortschritte in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ganz neue Möglichkeiten in der Organisation der entsprechenden Prozesse. Eine Organisationsform, welche aufgrund der Freiwilligkeit der Teilnahme sowie der Selbstverwaltung seiner Prozesse zunehmend das Interesse der ökonomischen Diskussion erregt, ist das Prinzip des Open Source (OS). Die Open Source Netzwerke werden in der gegenwärtigen Innovationsforschung zunehmend als alternatives Innovationsmodell zur proprietären Produktion von Wissen betrachtet. Der auf Offenheit basierende Prozess der Wissensgenerierung, welcher sich bisher vornehmlich in der Softwareproduktion durchgesetzt hat, vermag es, dank der Bedingungen der New Economy und der Fortschritte in der IKT, die Generierung, Kodifizierung und Diffusion von wissensbasierten Produkten nahezu kostenfrei zu ermöglichen. Eine Eigenschaft digitaler Güter ist dabei, dass der weitaus größte Teil der Kosten lediglich auf die Herstellung der ersten Einheit des Gutes entfällt (first-copy-costs), während dessen Vervielfältigung und Distribution nahezu kostenfrei möglich ist. Aufgrund der beliebigen und nahezu kostenfreien Vervielfältigung weisen neues Wissen und rein wissensbasierte Güter die Eigenschaften latent öffentlicher Güter auf. Hierzu zählt neben der Nichtrivalität im Konsum insbesondere die Nicht-Ausschließbarkeit. Eine Folge dieser Eigenschaften ist das sogenannte „Free-Riding“, wonach auch unbeteiligte Dritte von der Nutzung...

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