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Chancen bedarfsgerechter Weiterbildung älterer Mitarbeiter

Eine empirische Studie zur Situation in einer ländlichen Region Bayerns

Kathrin Winkler

Ältere Mitarbeiter prägen zukünftig das Bild der Arbeitswelt. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels mit seinen Herausforderungen an die Arbeitswelt befasst sich die Arbeit mit der beruflichen Situation und Integration älterer Beschäftigter in einer ländlichen Region Bayerns am Beispiel der beruflichen Weiterbildung. Auf der Basis quantitativer und qualitativer Daten zeigt dieses Buch, welche spezifischen Anforderungen die berufliche Weiterbildung erfüllen soll, um ältere Mitarbeiter zur Weiterbildungsteilnahme motivieren zu können. Die dargestellten theoretischen Ansätze leiten die empirische Untersuchung, um zu erkennen, ob eine Individualisierung der beruflichen Weiterbildung für ältere Mitarbeiter eine weitere freiwillige Teilnahme hervorruft.
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2. Alter als Phase und Altern als Prozess

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2.  Alter als Phase und Altern als Prozess

Demographie ist u.a. ein Auslöser dafür, dass in Deutschland die Bevölkerungszahl zurückgeht. In naher Zukunft wird es national wie international eine Gesellschaft des langen Lebens geben, die derart in ihrer Zusammensetzung bisher in der Menschheitsgeschichte noch nicht da gewesen ist und deshalb eine Neuordnung mit einer Ausrichtung auf, von und mit älteren Menschen erforderlich macht (vgl. Altenberichtskommission 2010, S. 19; Kielmansegg 2008, S. V).

Den Möglichkeiten und Potenzialen, die Menschen im höheren Lebensalter mit sich bringen, wird in unserer Gesellschaft bislang nicht ausreichend Aufmerksamkeit zuteil (vgl. Bundesregierung der 17. Wahlperiode 2010, S. V). Das Defizitmodell (vgl. Lenz et al. 1999, S. 37ff.), welches den Abbau verschiedener Leistungsfähigkeiten und negative Attribute der älteren Menschen wie geringere Produktivität im Blickfeld hat, findet sich oftmals in den Köpfen (vgl. Seyfried 2011b, S. 5). Ein unvoreingenommener Umgang mit älteren Menschen, demographischem Wandel sowie verändertem Erwerbspersonenpotenzial kann bislang noch nicht vorausgesetzt werden. Durch die demographiebedingte Alterung der Gesellschaft (vgl. Lenz et al. 1999, S. 16) sind die Einstellungen und das Bild von „Alter“, „Alt sein“, „Ältere Menschen“, „Ältere Arbeitnehmer“ etc. in der Bevölkerung / Erwerbsbevölkerung zu ändern. Bereits Kruse (2009) stellte dazu fest:

Diese etablierten Altersbilder beeinflussen nicht nur das Miteinander der Generationen in einer älter werdenden Gesellschaft, sondern auch die Erwartungen an den eigenen Alterungsprozess und die persönliche Lebenssituation im Alter. (Kruse 2009, S. 7)

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