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Einreise und Integration von Ausländern in der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation

Eine rechtsvergleichende Untersuchung

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Oxana Syuzyukina

Das Buch behandelt die Zuwanderung und Integration von Ausländern in Deutschland und Russland. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den drei wichtigsten und aktuellsten Problematiken der Ausländerintegration: Zugang zu (Aus-)Bildung, Zugang zum Arbeitsmarkt und gesellschaftspolitische Partizipation. Eine solch umfassende Darstellung der Probleme im Zusammenhang mit Einreise und Integration in Russland gibt es bislang nicht. Die Autorin zeigt die Besonderheiten der Migration im gegenwärtigen Russland auf und vergleicht die deutsche und russische Rechtsordnung bezüglich der wichtigsten Migrationsprobleme: erforderliche Sprachkenntnisse, Zugang zur (Aus-)Bildung und Bildungsdefizite, Zugang zum Arbeitsmarkt, Anerkennung ausländischer Hochschul- und Berufsabschlüsse, und Fragen möglicher Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Sprache, Religion oder Rasse. Weiterhin untersucht sie politische Rechte und Themen wie Akzeptanz, Kultur, Struktur der Aufnahmegesellschaft, Bewahrung der eigenen Identität und Einbürgerung.
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Einleitung

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„Die Welt hat sich durch die Globalisierung verändert“ (Aus dem Bericht der Weltkommission für internationale Migration, Oktober 2005)

Es gibt heute kaum ein Land, das von der weltweiten Migration, gleich welcher Art, nicht betroffen ist. Migration und Integration sind zugleich Ursache und Folge von Globalisierungsprozessen. Der tatsächliche Umfang der internationalen Migration weltweit ist kaum zu beschreiben und zu messen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind derzeit weltweit mehr als 214 Mio. Menschen unterwegs (im Jahre 2005 gab es ca. 191 Mio. internationale Migranten).1 Drei Viertel aller Migranten leben in nur 28 Ländern. Die wichtigsten Zielländer der Zuwanderer sind – neben den USA und Kanada – die Bundesrepublik Deutschland und die Russische Föderation. Gegenwärtig stellt Russland das zweitgrößte Einwanderungsland der Welt dar – nach den USA – mit ca. 13,6 Mio. Zuwanderern.2 Deutschland befindet sich auf Platz 3 der weltweiten Zuwanderer. Nach Angaben der UNO leben rund 10,8 Mio. Zuwanderer in Deutschland.3

Die meisten Zielländer von Einwanderungsbewegungen – darunter auch die Bundesrepublik Deutschland – bemühen sich um eine Steuerung der Zuwanderung und in den letzten Jahren verstärkt um eine bewusste und zielgerichtete Gestaltung der Ausländerintegration. Dabei ist der Umgang mit kulturfremden Werten, Normen und Lebensstilen von Zuwanderern von zentraler Bedeutung. Die Eingliederung der Zuwanderer in Deutschland ist allerdings mit erheblichen Integrationsdefiziten verbunden. Besondere Defizite liegen – wie sich auch aus den zahlreichen Untersuchungen ergibt – im Bereich des Schulwesens und des Arbeitsmarkts sowie in der politischen Partizipation....

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