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Deutsch kontrastiv aus italienischer Sicht

Phraseologie, Temporalität und Pragmatik

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Edited By Claudio Di Meola and Daniela Puato

Dieser Band enthält die Beiträge der Tagung Kontrastive Linguistik Deutsch-Italienisch der Universität Rom La Sapienza vom Februar 2014. Italienische bzw. in Italien tätige Linguistinnen und Linguisten präsentieren insgesamt zehn Aufsätze sowie drei Rezensionskommentare mit den Themenschwerpunkten Phraseologie, Temporalität und Pragmatik. Der Band setzt den Fokus auf die deutsche Sprache und verfolgt dabei eine angewandte wie theoretische Zielsetzung. Einerseits diskutieren die Verfasser den praktischen Nutzen linguistischer Forschungsergebnisse im DaF-Unterricht, andererseits erhoffen sie sich neue sprachwissenschaftliche Erkenntnisse durch die Gegenüberstellung mit einer nicht eng verwandten Sprache aus dem europäischen Kulturkreis.
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Reformulierungen im Lehrdiskurs. Beobachtungen zu deutschen und italienischen Lehrveranstaltungen aus dem euroWiss-Korpus

1. Forschungszusammenhang, Datengrundlage und Anliegen des Beitrags

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Der vorliegende Beitrag gibt Einblicke in Daten, die im Rahmen eines komparativ ausgerichteten Forschungsprojekts erhoben wurden.1 Im Mittelpunkt stehen reformulierende Handlungen in der universitären Lehre, also erneute Versprachlichungen von sprecherseitig bereits verbalisierten Wissenselementen. Bührig (1996: 281) spricht diesbezüglich von Sprechhandlungsrekursionen.

Im Folgenden werden zunächst der Forschungszusammenhang umrissen und die Datenbasis vorgestellt (Punkt 1). Nach einem synthetischen Überblick über Verfahren der Wissensvermittlung im Dozentenvortrag (Punkt 2) werden einschlägige Beispiele von Reformulierungen aus zwei Lehrveranstaltungen der Germanistik und Romanistik illustriert (Punkt 3). Die Untersuchung ist qualitativ ausgerichtet und bedient sich der Kategorien, die in der Funktionalen Pragmatik (Ehlich/Rehbein 1979, Ehlich 2007) und insbesondere in Hinblick auf die wissensvermittelnde Hochschulkommunikation entwickelt wurden (vgl. Redder 2014, Redder 2009). Abschließend (Punkt 4) werden in Hinblick auf die besprochenen Erscheinungsformen reformulierender Handlungen einige Schwerpunkte aufgezeigt, die sich in den untersuchten Daten abzeichnen.

Das euroWiss-Projekt ist ein binationales, von der VW-Stiftung gefördertes Verbundprojekt, das unter der Leitung von Angelika Redder (Hamburg) von 2011–2014 in Deutschland (Chemnitz, Hamburg) und in Italien (Bergamo, Modena) durchgeführt wurde. Der Schwerpunkt lag auf einer Ermittlung und ← 125 | 126 → Untersuchung rekurrenter Verfahren wissensvermittelnder Hochschulkommunikation und deren sprachlicher Umsetzung.2

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