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In dreißig Jahren um die Welt

Begegnungen mit Menschen, Sprachen und Kulturen

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Lutz Götze

Der Band enthält Beschreibungen von Reisen, die der Autor als Germanist und Privatreisender während dreier Jahrzehnte in alle Kontinente unternommen hat. Ziel war, die deutsche Sprache und Literatur – als Teil der europäischen Kultur – zu lehren und zu verbreiten. Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen sowie vielfältige Eindrücke prägen die Texte. Grundlage der Schilderungen sind häufig Gedanken Wilhelm von Humboldts über die jeder Sprache innewohnende Weltansicht sowie die Kulturspezifik von Zeit und Raum. Das Glück des Reisens, aber auch die Klage über die ubiquitäre Zerstörung von Kulturen durch einen entfesselten Turbokapitalismus, werden transparent. Der Autor ruft auf zum Widerstand gegen diese scheinbar unaufhaltsame Entwicklung.
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1988 Impressionen einer Reise, dem Deutschen weltweit nachspürend

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Wie steht es weltweit um die deutsche Sprache? Eine Reise um den Globus soll Auskunft geben.

Vor Beginn waren drei Ereignisse festzuhalten, die zum Thema gehören: einmal der Sprachenbericht der Bundesregierung vom Oktober 1985, zum zweiten die VIII. Internationale Deutschlehrertagung im August 1986 in Bern, zum dritten schließlich der Deutsch-Französische Kulturgipfel in Frankfurt im Herbst 1986.

Im Bericht „Die Stellung der deutschen Sprache in der Welt – Bericht der der Bundesregierung“ heißt es lapidar, dass die deutsche Sprache in der Welt an Boden verloren hat; lernten 1979 noch rund 17,5 Millionen junger Menschen Deutsch, so waren es 1985 2-3 Millionen weniger. Und weiter heißt es: „Diesem Rückgang des Interesses an der deutschen Sprache wird die Bundesregierung durch ihre Sprachpolitik aktiv entgegenwirken …. Deutsch gehört nicht zu den Weltsprachen, aber mit rund 90 Millionen Deutschsprachigen in Europa ist es eine der wichtigsten Regionalsprachen der Welt. Es ist daher nicht in das Belieben der Bundesregierung gestellt, ob sie die Verbreitung der deutschen Sprache im Ausland fördert oder nicht. Es ist vielmehr Verantwortung und Pflicht der Regierung des größten deutschsprachigen Landes, sich für eine möglichst umfassende Verbreitung und Geltung seiner Sprache im Ausland einzusetzen.“ Im Einzelnen erwähnt der Bericht eine gestiegene Nachfrage nach Deutsch in der Volksrepublik China, in der Türkei und in Brasilien, hingegen Rückgang – teils in erheblichem Maße – in den USA, in Frankreich, in der Sowjetunion, in den Niederlanden und Skandinavien. Mit mehr...

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