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Medizin und Sprache – die Sprache der Medizin

Medycyna i język – język medycyny

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Eva Brinkschulte, Fritz Dross, Anita Magowska, Marcin Moskalewicz and Philipp Teichfischer

Medizin und Sprache – die Sprache der Medizin lautete das Thema der 14. Tagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin. Der Tagungsband umfasst 17 Beiträge, die aus unterschiedlichen Perspektiven das Verhältnis von Sprache und Medizin thematisieren. Die Autoren diskutieren die medizinische Fachsprache als internes und externes Kommunikationsmittel hinsichtlich ihres terminologischen und pragmatischen Wandels sowie hinsichtlich ihrer Transformation in Formular-, Bild- und Zahlensprachen. Sie betrachten medizin- und sprachhistorische sowie bild- und kommunikationstheoretische Aspekte für den Zeitraum vom 14. bis zum 20. Jahrhundert.
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Die Sprache der Medizin. Kommunikationsmittel oder Kommunikationshindernis? Język medycyny – środek czy przeszkoda w komunikacji?

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Ortrun Riha

Die Sprache der Medizin. Kommunikationsmittel oder Kommunikationshindernis?

Język medycyny – środek czy przeszkoda w komunikacji?

Sprachliche Kommunikation dient im modernen Arzt-Patient-Verhältnis nicht nur dem Informationsaustausch, sondern ist die Voraussetzung für eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Allerdings stehen diesem idealen Konstrukt eines interaktiven Modells zahlreiche Hemmnisse im Weg: Nicht alle Patienten sind dazu bereit und in der Lage, und seitens der Ärzte wird die Sprache gegenüber den technischen Zugangswegen zum Kranken in ihrer Bedeutung unterschätzt. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von sprachimmanenten Hindernissen, die eine Verständigung erschweren. Der Beitrag stellt anhand von Beispielen ein breites Spektrum solcher Probleme vor, die teils absichtlich, teils unabsichtlich die Sprache der Medizin hermetisch machen. Es gibt Ausdrücke, die der gezielten Verschleierung dienen, zum Beispiel um Patienten nicht zu beunruhigen. Viele im Medizinbetrieb übliche Wendungen, die von den dort Tätigen nicht mehr reflektiert werden, haben jedoch eine mehr oder weniger unbewusst exkludierende Wirkung, und aus ästhetischer Sicht sind viele für den Klinikjargon typische Ausdrücke noch dazu wenig ansprechend. Die den Patienten unbekannten eigentlichen Fachbegriffe sind paradoxerweise das geringere Problem, denn sie können nachgeschlagen werden. Schwerer zu klärende Missverständnisse können sich dadurch ergeben, dass Wörter aus der Alltagssprache – oft historisch bedingt – in der Medizin eine andere, ja sogar die gegenteilige Bedeutung haben. Dies gilt nicht nur für lateinische und griechische Fremdwörter, sondern auch für den genuin...

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