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Medizin und Sprache – die Sprache der Medizin

Medycyna i język – język medycyny

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Eva Brinkschulte, Fritz Dross, Anita Magowska, Marcin Moskalewicz and Philipp Teichfischer

Medizin und Sprache – die Sprache der Medizin lautete das Thema der 14. Tagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin. Der Tagungsband umfasst 17 Beiträge, die aus unterschiedlichen Perspektiven das Verhältnis von Sprache und Medizin thematisieren. Die Autoren diskutieren die medizinische Fachsprache als internes und externes Kommunikationsmittel hinsichtlich ihres terminologischen und pragmatischen Wandels sowie hinsichtlich ihrer Transformation in Formular-, Bild- und Zahlensprachen. Sie betrachten medizin- und sprachhistorische sowie bild- und kommunikationstheoretische Aspekte für den Zeitraum vom 14. bis zum 20. Jahrhundert.
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Zur Geschichte medizinischer Klassifikationssysteme: Neue Erkenntnisse zu Johann Lukas Schönleins Klassifikationssystem der Krankheiten O historii medycznych systemów klasyfikacji – nowe wyniki badań dot. systemu klasyfikacji chorób Johanna Lukasa Schönleina

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Philipp Teichfischer

Zur Geschichte medizinischer Klassifikationssysteme: Neue Erkenntnisse zu Johann Lukas Schönleins Klassifikationssystem der Krankheiten

O historii medycznych systemów klasyfikacji – nowe wyniki badań dot. systemu klasyfikacji chorób Johanna Lukasa Schönleina

„Sprache und Medizin“ betrifft auch medizinische Klassifikationssysteme und Nomenklaturen. Sprache dient hier sowohl der systematischen Ordnung medizinischen Wissens als auch einem normierten Sprechen über dieses Wissen. Die Basler anatomische Nomenklatur ist ein Beispiel für eine verbindliche Sammlung von Benennungen für den Bereich der Anatomie. In der medizinischen Klinik gibt es ebenfalls bereits seit Längerem Bemühungen, ein einheitliches Klassifikationssystem für Krankheiten zu schaffen – als heute (zumindest in der westlichen Welt) verbreitetstes System kann die International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD) angesehen werden, die die Krankheiten aktuell (nach ICD-10) in insgesamt 22 Krankheitskapitel, 261 Krankheitsgruppen und mehrere tausend drei- und vierstellige Krankheitsklassen unterteilt, wobei die Einteilungskriterien topographischer, ätiologischer oder pathologischer Art sind. Historisch betrachtet gibt es eine ganze Reihe von Versuchen, ein solches System zur Klassifikation der Krankheiten bzw. Krankheitsbezeichnungen zu schaffen. Bereits Carl von Linné (1707–1778) hat 1759 – beeinflusst von seinen beiden Zeitgenossen Francois Boissier de Lacroix, (1706–1767) und Herman Boerhaaven (1668–1738) – eine kleine Schrift unter dem Titel „Genera morborum“ herausgegeben, in der er eine Nosologie nach Ordnungen, Klassen und Familien entwarf. Einer der ← 97 | 98 → prominentesten Versuche des 19. Jahrhunderts stammt von Johann Lukas Schönlein (1793–1864), der als Begründer der modernen...

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