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Bestrafter Altruismus? – Haftung aus Gefälligkeitsverhältnissen

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Daniel Holzmann

Die Arbeit untersucht die Frage, welche juristischen Konsequenzen altruistisches Handeln haben kann und insbesondere, welche Haftungsfolgen sich aus Gefälligkeitsverhältnissen ergeben können. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Handhabung von Haftungsfällen aus Gefälligkeitsverhältnissen durch die Rechtsprechung anhand des geltenden Rechts. Im Rahmen dieser Untersuchung und zur Herleitung eigener Lösungsvorschläge geht der Autor unter anderem auch der Entwicklung der Haftung aus Gefälligkeitshandeln im Wandel der Zeit bzw. der sich damit verändernden Rechts- und Sozialmoral nach und wirft einen Blick auf Rechtsordnungen ausgewählter anderer Länder.
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1. Kapitel Einführung

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1. Kapitel Einführung

Bestrafter Altruismus – was ist damit gemeint? Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, welche juristischen Konsequenzen ein Handeln im Fremdinteresse haben kann, insbesondere welche Haftungsfolgen einem Altruisten drohen können. Diese Frage, die bereits seit Jahrhunderten und in der aktuellen Form seit dem Bestehen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) die Juristen zu kontroversen Diskussionen anregt, ist stets im Wandel der Zeit bzw. der sich damit verändernden Rechts- und Sozialmoral zu betrachten. Die vorliegende Arbeit maßt sich nicht an, eine abschließende Lösung dieses Problems zu finden. Vielmehr versucht sie, durch die Darstellung der sich stets ändernden juristischen Behandlung dieser Fragestellung herauszufinden, wo die Problemschwerpunkte liegen und wie diese nach der aktuellen Gesetzeslage – insbesondere unter Berücksichtigung des Schuldrechtsmodernisierungsgesetzes1 – zu lösen sein könnten. Dabei will sie durch das Hinterfragen der in der Rechtsprechung und Literatur praktizierten Herangehensweise an das Handeln im Fremdinteresse herausfinden, ob dieses Problem interessengerecht und gesetzeskonform behandelt wird. Wo es sich anbieten, sollen eigene Lösungswege vorgeschlagen werden.

Einleitend soll geklärt werden, was unter altruistischem Handeln im Allgemeinen und im juristischen Sinne zu verstehen ist (unten I.). Dazu werden die relevanten Begriffe definiert und anhand einzelner Beispiele die juristische Relevanz von Gefälligkeiten besprochen. Im Anschluss daran folgt ein Überblick über den Gang der Darstellung (unten II.), in dem insbesondere mögliche Haftungsszenarien altruistischen Handelns umrissen werden.

I. Gegenstand der Arbeit

Gegenstand dieser Arbeit sind die juristischen Konsequenzen, insbesondere mögliche...

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