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Mediation als kindgerechtes Verfahren

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Holke-Leonie Doench

Nicht zuletzt durch das Inkrafttreten des Mediationsgesetzes hat das Mediationsverfahren in Deutschland an Bedeutung gewonnen und sich als Methode zur Vermittlung in familiären Konflikten etabliert. Weitestgehend ungeklärt ist jedoch die Rolle des Kindes in der Mediation. Sollte das Kind an der Mediation beteiligt werden? Führt diese zu einer Deeskalation des elterlichen Konfliktes und fördert sie die Wahrnehmung elterlicher Verantwortung? Wie steht es um den Schutz des Kindes in der Mediation? Die Arbeit nimmt sich diesen Fragestellungen an und untersucht das Mediationsverfahren aus dem Blickwinkel des Kindeswohls. Die zentrale Frage, ob das Verfahren kindgerecht ist, wird unter Rückgriff auf empirische Daten und Praxisberichte sowie anhand der Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen beantwortet. In einem Leitfaden werden die wesentlichen Ergebnisse praxisgerecht zusammengefasst.
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§ 8 Schluss

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§ 8 Schluss

Die Formel „mehr Elternautonomie führt zu mehr Kindeswohl“ hat nur Bestand, wenn die Eltern im Interesse ihrer Kinder auch die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um ihrer Verantwortung nachkommen zu können.896 Die Erörterung der Rolle des Kindes in der Mediation hat gezeigt, wie viel Potential in der Mediation steckt, um diese Unterstützung zu bieten und familiäre Konflikte im Sinne des Kindeswohls nachhaltig beizulegen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie viele Fragen – tatsächlicher und rechtlicher Natur – noch offen sind. Anhand empirischer Nachweise sowie durch die Auswertung von Literatur und Gesetzesmaterialien wurde das Mediationsverfahren auf seine Geeignetheit, das Kindeswohl zu fördern, untersucht. Schließlich wurden aufbauend auf den Ergebnissen der Untersuchung Regelungsvorschläge zur Verbesserung der Stellung des Kindes in der Mediation erarbeitet. Weitere Vorschläge für eine bessere Unterstützung der Familien in der Phase der Trennung und Scheidung sowie zur Förderung der Mediation wurden ergänzend dargestellt.

Die wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse dieser Arbeit werden hier zusammengefasst:

                                                   

896   Buchholz-Graf in: Buchholz-Graf/Vergho, Beratung für Scheidungsfamilien S. 122.

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