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Sprachwissenschaft für den Alltag. Ein Kompendium

Unter Mitarbeit von Alexander Gräbner. 3., aktualisierte und erweiterte Ausgabe

Hartmut Heuermann

Wir lieben unsere Sprache. Aber kennen wir diese scheinbar so selbstverständliche Sache, mit der wir täglich umgehen? Wissen wir, welch vielschichtiges Gebilde sie in Wirklichkeit darstellt? Ahnen wir die Mannigfaltigkeit und die Feinheiten, die sie offenbart, sobald man die Oberfläche verlässt und den Phänomenen auf den Grund geht? Was zum Beispiel ist ein Symbol, und wie unterscheidet es sich von einer Metapher? Was versteht man unter Ethnolekt, und was ist seine Beziehung zum Idiolekt und Dialekt? Was hat es mit Pidgin auf sich? Sprachwissenschaft für den Alltag ist ein Kompendium, das sprachwissenschaftliches Wissen für den Hausgebrauch vermittelt. In dieser dritten, aktualisierten und erweiterten Ausgabe, die gegenüber der zweiten Auflage nochmal erweitert und ergänzt ist, werden über 230 Schlüsselbegriffe erläutert, die das Medium dem Nutzer näherbringen und der Welt der Sprache Profil verleihen. Eine praktische Handreichung für alle, die mit Sprache umgehen und ihre Kenntnisse verbessern möchten. Eine nützliche Lektüre zu einer Zeit, in der es um die deutsche Sprache offenkundig nicht zum Besten steht.
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h die (relativ junge) Wissenschaft, die Sprachphänomene und Kommunikationsprozesse mit Verfahren der elektronischen Datenverarbeitung untersucht. Die Problemfelder als solche sind meistens nicht neu, aber die Analyse- und Bearbeitungsverfahren sind durch spezielle Software-Entwicklungen auf neue Art operationalisier- und objektivierbar. Die Aufgaben sind vielfältig: Digitalisierung sprachlicher Information, Aggregation empirisch erhobener Daten (Statistiken), Entwicklung von Sprachkodierungsverfahren, maschinelle Übersetzung, Spracherkennung, Transkription von (gesprochener) Sprache in Schrift und Text, Computerlexikographie (Lexikostatistik), Korpusanalyse, Stilforschung (zur Autoridentifikation), Textprüfung (bei Plagiatsverdacht), Sprecherprofile für forensische Zwecke u. a. Dabei entsprechen die Methoden wesentlich denen der Informatik, der experimentellen Psychologie und der empirischen Sozialwissenschaften. Angesichts der wachsenden Bedeutung dieser Disziplin haben verschiedene Hochschulen Institute und Lehrstühle für Computerlinguistik eingerichtet, ← 30 | 31 → so die TU Darmstadt, die Universität Heidelberg, die Universität Tübingen, die Universität Zürich sowie diverse Fachhochschulen. Ihre Absolventen haben derzeit gute Berufsaussichten.

So wird landläufig das (relativ junge) Fachvokabular genannt, das, ausgelöst von der rasanten Entwicklung in der elektronischen Datenverarbeitung, eine regelrechte Schwemme an → Neologismen in der deutschen Sprache verursacht hat. Kein Gebiet technisch-industrieller Innovationen hat in den letzten Jahrzehnten einen vergleichbaren Effekt erzielt, und keines zeigt den Zusammenhang von Wörtern und Sachen in vergleichbarer Deutlichkeit. Dabei ist es sprachsoziologisch interessant zu beobachten, wie hier ein expansiver Prozess eingesetzt hat, der das Vokabular von (ehedem) einigen Fachleuten rasch in den Wortschatz der Allgemeinheit hineinwachsen lässt. Wem solche englischsprachigen Begriffe wie Hard Disc Drive, ROM, Hardware, Motherboard, Giga Bytes, Word Processor, Joystick, Touchpad,...

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