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Von der Bildung des Politischen zur politischen Bildung

Politikdidaktische Theorien mit Hannah Arendt weitergedacht

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Evelyn Temme

Hannah Arendt beschäftigt sich in ihren Schriften mit konkreten Erfahrungen in der Welt. Ihr Verständnis von Politik definiert sich durch Phänomenalität und entsteht durch Handeln zwischen den Menschen. Arendt zeigt eine Idee des Politischen, die daran erinnert, dass politisches Handeln Freiheit ist, Freiheit schafft und unterschiedliche Menschen im öffentlichen Raum zusammenführt. Ausgehend von diesen Einsichten zeigt die Verfasserin, dass Arendts Herangehensweise auch für aktuelle politikdidaktische Fragestellungen wegweisend ist. Ihr Werk und ihr in Abgrenzung zu klassischen Theorien entwickeltes politisches Verständnis bietet die Möglichkeit, Konzeptionen politischer Bildung gewinnbringend weiterzudenken.
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4. Wolfgang Hilligens „existenzialistische Zeitdiagnose“

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Wolfgang Hilligen wurde 1916 in Groß Tinz (Schlesien) geboren und leistete nach dem Abitur seinen Wehrdienst mit Offiziersausbildung.330 Anschließend begann er ein Lehramtsstudium, wurde aber 1939 in den Krieg eingezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Hilligen zunächst als Realschullehrer, Schulrat und Oberschulrat in Frankfurt, bis er 1966 einen Ruf an die Universität Gießen erhielt. Schon 1955 erschien seine erste didaktische Schrift Plan und Wirklichkeit im sozialkundlichen Unterricht, die sich in erster Linie mit Praxisproblemen beschäftigte und neben einer Lehrplananalyse auch eine Befragung von Schülern und Lehrern sowie den Entwurf eines alternativen Lehrplankonzepts enthielt. Wolfgang Hilligen gilt neben Kurt Gerhard Fischer und Hermann Giesecke als der bedeutendste Vertreter der didaktischen Wende. Hilligen wurde dabei vor allem durch seine Schulbuchreihe Sehen – Beurteilen – Handeln bekannt, die in zahlreichen Auflagen und Überarbeitungen zwischen 1950 und 1980 erschien. Zu seinem Hauptwerk zählt zudem die 1975 erstmals publizierte Schrift Zur Didaktik des politischen Unterrichts, die ebenfalls in mehreren Ausgaben veröffentlicht wurde. Wolfgang Hilligen beschäftigte sich auch weit über seine Emeritierung hinaus mit Fragen zur politischen Bildung. Er verstarb im Jahr 2003 in Wiesbaden.

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4.1 Chancen, Gefahren und Herausforderungen

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