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Spanische Modalpartikeln

Funktionsweise und Übersetzungsproblematik dargestellt am Beispiel von "sí </I>und "sí que</I>

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Katja Brenner

Modalpartikeln sind vorwiegend im mündlichen Sprachgebrauch verwendete Phänomene, deren Funktionsweise auf kommunikativer Ebene hochkomplex ist und deren Übersetzung oftmals Schwierigkeiten bereitet. Da Modalpartikeln unter anderem auf die Sprecherbeziehung und die Einstellung des Sprechers zur eigenen Äußerung verweisen, sind sie oftmals essentiell für die gelingende Kommunikation. Dennoch ist ihre Beschreibung und Klassifikation für das Spanische bisher nicht angemessen dargestellt, und oft wird das Bestehen einer solchen Klasse innerhalb der spanischen Sprache bis heute negiert. Die Autorin weist nach, dass im Zuge einer funktionalen Grammatik das Vorhandensein von Modalpartikeln im Spanischen als erwiesen angesehen werden muss. Sie legt die Klassifikation innerhalb des Partikelsystems aufgrund funktionaler Merkmale dar und beschreibt exemplarisch anhand von Äußerungen mit und sí que in literarischen und mündlichen, transkribierten Texten detailliert die Funktionsweise dieser hoch referentiellen Partikeln. Durch einen anschließenden Übersetzungsvergleich zur Modalpartikel sí que werden spezifische Übersetzungsprobleme ermittelt, für die die Autorin konkrete Lösungsansätze nennt. Das ermittelte Inventar an deutschen Entsprechungen kann in Partikellexikographie und Übersetzerdidaktik Anwendung finden.
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5 Übersetzungsvergleich: sí que als Modalpartikel

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Für die kontrastive Analyse mit Spanisch als Ausgangssprache werden verschiedene spanischsprachige Romane sowie deren deutsche Übersetzungen verwendet. Die Romane LA COLMENA (LC) und LA FAMILIA DE PASCUAL DUARTE (PD) von Camilo José Cela, MALENA ES UN NOMBRE DE TANGO (MA) von Almudena Grandes und EL EMBRUJO DE SHANGHAI von Juan Marsé sind bereits für die funktionale Analyse benutzt worden. Hinzu kommen TE TRATARÉ COMO UNA REINA (RM) von Rosa Montero und LO MEJOR QUE LE PUEDE PASAR A UN CRUASÁN (PT) von Pablo Tusset. TE TRATARÉ COMO UNA REINA (1983) ist in der Madrider Halbwelt etwa zur Entstehungszeit des Romans angesiedelt. Personale Erzählweise und häufige Dialoge imitieren authentische Alltagssprache. Bewusst umgangssprachlich gestaltet ist der Roman LO MEJOR QUE PUEDE PASAR A UN CRUASÁN. Der Ich-Erzähler gibt sich unkonventionell, seine Sprache weist viele umgangssprachliche bzw. nähesprachliche Ausdrücke auf, der Tonfall imitiert das Erzählen des Geschehenen gegenüber einer vertrauten Person. Zudem sind auch hier viele Dialogstellen enthalten. Die Handlung entfaltet sich im Barcelona der Gegenwart, d.h. etwa zur Zeit der Entstehung des Romans.

Die kontrastive Analyse zur MP sí que erfolgt aufgrund der im Fuktionsanalyseteil bewiesenen Signifikanz der Bezugssätze in drei Teilen: zunächst für sí que mit negiertem Bezugssatz, anschließend für sí que mit positivem Bezugssatz, und schließlich für sí que ohne Bezugssatz. Außerdem werden idiomatische ← 135 | 136 → Wendungen gesondert behandelt. Die Untersuchung der Nullübersetzungen erfolgt ebenfalls in einem gesonderten...

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