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Corpus

Beiträge zum 29. Forum Junge Romanistik

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Edited By Teresa Hiergeist, Laura Linzmeier, Eva Gillhuber and Sabine Zubarik

Der Sammelband legt seinen Fokus auf Körper und Korpora der Romania. Er schlägt somit eine Brücke zwischen der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem menschlichen Leib in seiner kulturellen sowie literarischen Relevanz und der Untersuchung von Textsammlungen und Aufnahmen, die die sprachliche Diversität des Kulturraums inkarnieren. Er behandelt den Körper in Aufführungskontexten, im Rahmen der Identitätskonstruktion, im Spannungsfeld machtpolitischer Interessen sowie in Hinblick auf die Historizität seiner Bewertung und er lotet die Möglichkeiten der Korpusanalyse und -planung aus. Mit Beiträgen aus der hispanistischen, galloromanistischen, italianistischen, katalanistischen und rumänistischen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft.
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Metamorphosen des Heldenkörpers in Pierre Corneilles Dramen Le Cid und Horace

1.  Corneille und seine Helden

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Abstract: Cet article propose une relecture de l’héroïsme cornélien sous l’angle de la représentation du corps du héros. C’est précisément en comparant les corps héroïques de Rodrigue et d’Horace que se dévoile une importante transformation de l’héroïsme cornélien: alors que dans Le Cid l’acte héroïque consiste essentiellement en un combat corporel et passionnel, Corneille introduit dans Horace un héros qui est entièrement maître de ses passions et de son corps. Dans la poétique de Corneille, l’héroïsme volontaire remplace ainsi l’héroïsme corporel.

Die Helden und Heldinnen der Dramen Corneilles faszinieren seit bald vier Jahrhunderten Zuschauer, Leser, Kritiker und Wissenschaftler. Vor allem die Figuren aus seinen Tragikomödien und Tragödien, wie Rodrigue, Chimène, Horace, Cinna, Polyeucte, Rodogune oder Nicomède, haben die literaturwissenschaftliche Forschung immer wieder zu neuen Analyse- und Interpretationsversuchen herausgefordert. Wegweisende Studien zu den politischen, sozialen und ideengeschichtlichen Kontexten, zur dramatischen Struktur, zur Figurenpsychologie, zur Aufführungspraxis, zur Werkgenese und zur Rezeptionsgeschichte sind mittlerweile Legion und bilden eine wertvolle Grundlage für jede aktuelle Auseinandersetzung mit den Heldenfiguren des Grand Corneille.1 Angesichts der Fülle an Publikationen muss es überraschen, dass sich nur wenige Untersuchungen der Thematik des Heldenkörpers dezidiert angenommen ← 265 | 266 → haben.2 Es scheint, dass dieser Blick bislang weitestgehend verstellt war, da das berühmte Dilemma der Corneille’schen Helden, die eine tragische Entscheidung zwischen amour und honneur, zwischen...

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