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Corpus

Beiträge zum 29. Forum Junge Romanistik

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Edited By Teresa Hiergeist, Laura Linzmeier, Eva Gillhuber and Sabine Zubarik

Der Sammelband legt seinen Fokus auf Körper und Korpora der Romania. Er schlägt somit eine Brücke zwischen der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem menschlichen Leib in seiner kulturellen sowie literarischen Relevanz und der Untersuchung von Textsammlungen und Aufnahmen, die die sprachliche Diversität des Kulturraums inkarnieren. Er behandelt den Körper in Aufführungskontexten, im Rahmen der Identitätskonstruktion, im Spannungsfeld machtpolitischer Interessen sowie in Hinblick auf die Historizität seiner Bewertung und er lotet die Möglichkeiten der Korpusanalyse und -planung aus. Mit Beiträgen aus der hispanistischen, galloromanistischen, italianistischen, katalanistischen und rumänistischen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft.
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Von Körpern und Korpora: Einleitung

1.  Leiblichkeit und Verkörperung

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Der lateinische Begriff ‚corpus‘ bezeichnet in erster Linie die materielle Dimension eines Organismus in Opposition zum Geist. Er meint metaphorisch verstanden aber auch den Zusammenschluss mehrerer Teile zu einem organisierten Ganzen (cf. DHLF 2010, 540), was sich in aktuell gebräuchlichen Bezeichnungen wie „corps d’armée“, „corporazione“ oder „cuerpo de baile“ niederschlägt. Er beschränkt sich somit nicht nur auf den Körper eines Individuums, der in sprachlichen Äußerungen, kulturellen Aushandlungsprozessen und literarischen Texten zutage tritt, zur Anschauung kommt und in Szene gesetzt wird; auch mehrere Subjekte können sich – so heterogen sie sein mögen – zu einem ‚corpus‘ vereinen. Dementsprechend heißt es im Tesoro de la lengua castellana o española: „[el cuerpo] se compone de partes distintas cada una por sí que hacen un cuerpo o comunidad, como una república“ (Covarrubias 2006, 648).

„Distintos cada uno por sí“ waren auch die Beiträge des 29. Forums Junge Romanistik, das vom 13.-16.3.2013 53 Nachwuchsforscher unterschiedlicher disziplinärer (Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften sowie Fachdidaktik), sprachlicher (französisch, spanisch, italienisch, rumänisch) und methodischer Provenienz an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zu einem wissenschaftlichen Austausch zusammenführte. Nichtsdestotrotz bildete sich unter dem gemeinsamen signum der Romanistik eine Körperschaft, die das Thema ‚Corpus‘ nach eigenen Maßstäben konturierte. Die Frucht dieser Konferenz stellt der vorliegende Sammelband dar.

In Zentrum der Beiträge steht der menschliche Körper und seine kulturelle sowie literarische Semiotisierung und Relevanz. Fokussiert wird er in Auff...

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