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Mehrsprachigkeit als Chance

Herausforderungen und Potentiale individueller und gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit

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Edited By Stéfanie Witzigmann and Jutta Rymarczyk

Ein modernes, weltoffenes Bildungssystem zeichnet sich unter anderem durch seine Orientierung an Mehrsprachigkeit aus. Dabei darf Mehrsprachigkeit nicht nur als Reaktion auf die Kompetenzerweiterung des modernen Menschen gesehen werden, sondern zugleich als Antwort auf die Bildungsrealität, in der die sprachliche Heterogenität der Lerngruppen längst Normalität geworden ist. Zahlreiche Konzepte und Modelle individueller und gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit werden weltweit erprobt, reflektiert und wissenschaftlich analysiert. Dieser Band präsentiert aktuelle Ansätze in unterschiedlichen Ländern (USA, Mazedonien, Schweiz, Spanien und Deutschland) für den Umgang mit individueller und gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit.
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Mehrsprachige Kinder im Kindergarten. Ein Bericht aus der Praxis

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Based on interviews with parents raising bilingual children this article refers to the variety of language constellations in families and how they handle simultaneous language acquisition. It argues that elementary learning environments should involve language awareness practices to support them.

1. Einleitung

Der Beitrag lenkt die Aufmerksamkeit der Elementarpädagogik auf die sprachlichen Konstellationen von Familien, die sich mit ihren Kindern im Prozess der mehrsprachigen Erziehung befinden. Eltern formulieren häufig den Bedarf an professioneller Beratung. Zu einem differenzierten Umgang mit der Situation des Kindes im Kindergarten gehört die Wahrnehmung seiner individuellen Bedingungen, denn der Ansatz im häuslichen Rahmen ist der erste Schritt zur Mehrsprachigkeit. Eltern bringen ihre persönlichen Entscheidungen mit in den Prozess ein, der im Kindergarten professionell begleitet werden soll. Wenn sie ihre Kinder im deutschsprachigen Kindergarten anmelden, möchten sie ihnen Chancen zur Teilnahme am öffentlichen Bildungssystem eröffnen. Es geht also um Teilhabe und Integration, gleichzeitig geht es aber auch ganz entschieden um den Erhalt der eigenen Kultur und Sprache. Diese zwei Ziele sollen bis zur Einschulung verwirklicht werden und treffen dabei auf eine Umgebung, die ausschließlich einsprachig funktioniert.

Im Folgenden geht es exemplarisch um den Handlungsrahmen von Familien sowie um die Variationsbreite der sprachlichen Ausgangslagen, die im Kindergarten für die gemeinsame weitere Betreuung der Kinder berücksichtigt werden sollten. Von besonderem Interesse war die Frage wie Eltern mit der familiären Mehrsprachigkeit umgehen und in welchen sprachlichen Konstellationen sie Wege der fr...

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