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Sprachvergleich im Kontext des Lehrens und Lernens fremder Sprachen

Zur Modellierung eines funktionalen Apparates als «tertium comparationis»

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Salifou Traoré

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen funktionalen Apparat als tertium comparationis in kontrastiven Sprachvergleichsanalysen im Kontext des Fremdsprachenerwerbs bei homogenen Lernergruppen zu konzipieren, um Unterschiede, Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten von L1 und L2 hinsichtlich ihrer Geeignetheit in der funktional-kommunikativen Anwendung in sozialen Interaktionen zu ermitteln und adäquat zu beschreiben. Vor dem Hintergrund der damit verbundenen Möglichkeiten und Grenzen didaktischen Handelns wird anhand der funktionalen Kategorie Höflichkeit im Deutschen und im Thailändischen exemplarisch aufgezeigt, inwieweit sprachfunktionale Analysen den Gebrauch grammatischer Strukturen in geeigneten Kommunikationskontexten zutage bringen.
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1 Einleitung

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In der zunehmenden Globalisierung und der daraus resultierenden Intensi-vierung von Interaktionen mit Mitgliedern anderer Sprach- und Kulturgemein-schaften mit ihren Einstellungen und kommunikativen Gewohnheiten, die einzelsprachlichen Normen, Regeln und Wertungen unterworfen sind, steht die Fremdsprachenerwerbsforschung der Herausforderung gegenüber, wie im Fremdsprachenunterricht die Lernenden auf diesen Prozess des Austauschs vor-bereitet werden können. Mit anderen Worten: Wie kann der Fremdsprachen-unterricht ein Wissen generieren, auf das in genuinen kommunikativen Interaktionen zurückgegriffen werden kann? Die Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen stellt neue Anforderungen an den Sprachvergleich im Dienste des Fremdsprachenunterrichts, die sich darin äußern, die Zuordnungsmö-glichkeiten zu Formen und Funktionen von L1 und L2 und die damit ver-bundenen Normen und Konventionen im eigenkulturellen Kontext zu eruieren. Auf Grund dieser Überlegungen wird in der vorliegenden Arbeit im Lichte verschiedener funktionaler Forschungsansätze in der Grammatik und Sprach-wissenschaft der Versuch unternommen, einen funktionalen Apparat als tertium comparationis in kontrastiven Sprachvergleichsanalysen im Kontext des Fremdsprachenerwerbs bei homogenen Lernergruppen zu konzipieren, um Unterschiede, Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten von L1 und L2 in Bezug auf ihre Geeignetheit in der kommunikativen Anwendung in sozialen Interaktionen zu ermitteln und adäquat zu beschreiben. Vor dem Hintergrund der damit verbundenen Möglichkeiten und Grenzen didaktischen Handelns wird anhand der funktionalen Kategorie „Höflichkeit“ im Deutschen und im Thailändischen exemplarisch aufgezeigt, inwieweit sprachfunktionale Analysen den Gebrauch grammatischer Strukturen in geeigneten Kommunikationskontexten zutage bringen. Der Ansatz geht über fremdsprachenerwerbsbezogene kontrastive Untersuchungen traditionellen Zuschnitts hinaus, die darauf ausgerichtet sind, in der Regel formal-strukturelle Aspekte als tertium comparationis zugrunde zu legen und...

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