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Pragmantax II

Zum aktuellen Stand der Linguistik und ihrer Teildisziplinen- Akten des 43. Linguistischen Kolloquiums in Magdeburg 2008- The Present State of Linguistics and its Sub-Disciplines- Proceedings of the 43 rd Linguistics Colloquium, Magdeburg

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Edited By Katrin Schöpe, Renate Belentschikow, Angelika Bergien and Armin Burkhardt

Dieser Band vereinigt 63 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache. Er repräsentiert ein breites Spektrum an Themen und Erkenntnissen aus verschiedenen Bereichen der Linguistik und versucht damit eine kritische Bestandsaufnahme des Faches. Die Beiträge widmen sich Fragestellungen aus den Gebieten der Grammatik, Semantik, Text- und Diskurspragmatik sowie der Angewandten Linguistik. Aufsätze zur kontrastiven Linguistik und zur Fremdsprachendidaktik runden den Band ab.
This volume contains the revised versions of 63 papers, written in German, English and French. It considers a broad spectrum of topics and findings from various areas of linguistics and thereby offers a critical review of the field. The authors address questions ranging from grammar, semantics, text and discourse pragmatics to issues from the field of applied linguistics. The volume is concluded by studies on contrastive linguistics and foreign language pedagogy.
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Zur Analyse von Phasenverben in der frühen Transformationsgrammatik

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Volkmar Engerer, Kopenhagen

1 Einleitung

In diesem Beitrag möchte ich auf die historisch gesehen frühe Transformationsgrammatik scharf stellen und deren theoretische Fokussierung auf die syntaktischen Beschreibungsmerkmale für Phasenverben, kategoriale Selektionsrestriktionen (kSR) und Rekonstruktion der Mitspieler (RdM) (vgl. Engerer: 2008, Engerer: 2009), herausarbeiten. Kurz gesagt, implementiert kSR die speziellen kategorialen Valenzeigenschaften von Phasenverben (vgl. Engerer: 2001, Engerer: 1999, Engerer: 2000). Im Deutschen gilt z.B., dass Phasenverben Infinitiv- und nominale Komplemente nehmen, finite Satzargumente jedoch ausgeschlossen sind. Insbesondere die letzte Eigenschaft spielt auch im Folgenden eine Rolle, da Hebung im Kontext der Transformationsgrammatik als Relation zwischen Konstruktionen mit Satzkomplement und infinitivischer Phrase betrachtet wird; Phasenverben stellen hier einen Sonderfall dar, indem die Hebungsrelation ohne das Glied mit Satzkomplement unvollständig ist. Ich werde diesen Punkt noch ausführlicher darstellen. RdM betrifft eine syntaktischsemantische Konstellation, in der das syntaktische Subjekt von Phasenverben vom Phasenverb keine Theta-Rolle zugewiesen bekommt, es ist dann, dem Theta-Kriterium entsprechend (vgl. Stechow & Sternefeld 1988: 269ff.), der vom Phasenverb eingebettete infinitivische und subjektlose Ausdruck, der das oberflächliche Phasenverb-Subjekt thematisch markiert und auch sonst semantisch restringiert. Auch hierauf werde ich noch zu sprechen kommen.

In der Zeit der frühen Transformationsgrammatik, womit ich den Zeitraum der 60er, Anfang der 70er Jahre im Auge habe, wurden sozusagen die syntaktischen Grundlagen für eine kommende Beschäftigung mit Phasenverben gelegt. Nur in den wenigsten Beiträgen aus dieser Zeit kommen Phasenverben aus eigenem Recht zur Sprache, praktisch nur in einem...

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