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Pragmantax II

Zum aktuellen Stand der Linguistik und ihrer Teildisziplinen- Akten des 43. Linguistischen Kolloquiums in Magdeburg 2008- The Present State of Linguistics and its Sub-Disciplines- Proceedings of the 43 rd Linguistics Colloquium, Magdeburg

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Edited By Katrin Schöpe, Renate Belentschikow, Angelika Bergien and Armin Burkhardt

Dieser Band vereinigt 63 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache. Er repräsentiert ein breites Spektrum an Themen und Erkenntnissen aus verschiedenen Bereichen der Linguistik und versucht damit eine kritische Bestandsaufnahme des Faches. Die Beiträge widmen sich Fragestellungen aus den Gebieten der Grammatik, Semantik, Text- und Diskurspragmatik sowie der Angewandten Linguistik. Aufsätze zur kontrastiven Linguistik und zur Fremdsprachendidaktik runden den Band ab.
This volume contains the revised versions of 63 papers, written in German, English and French. It considers a broad spectrum of topics and findings from various areas of linguistics and thereby offers a critical review of the field. The authors address questions ranging from grammar, semantics, text and discourse pragmatics to issues from the field of applied linguistics. The volume is concluded by studies on contrastive linguistics and foreign language pedagogy.
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Wie Missverständnis in Nichtverstehen übergeht: Analyse eines kommunikativen Unfalls“ beim Gesprächsdolmetschen

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← 206 | 207 → Wie Missverständnis in Nichtverstehen übergeht: Analyse eines „kommunikativen Unfalls“ beim Gesprächsdolmetschen

Magdalena Jurewicz, Poznań

1 Einleitung

In diesem Beitrag wird die Beschreibung interaktiver Verfahren beim Gesprächsdolmetschen in den Mittelpunkt gestellt, mit denen problematische Situationen bei interkulturellen Treffen mit Dolmetschbedarf von allen Beteiligten gemeinsam bewältigt werden. Diese interaktive Dimension der Dolmetschtätigkeit wird seit einigen Jahren in empirischen Untersuchungen zu Situationen des Gesprächsdolmetschens immer öfter berücksichtigt. Man kann in diesem Zusammenhang von einem Perspektiv- bzw. Paradigmenwechsel in der Dolmetschwissenschaft sprechen, der bedeutet, dass nicht nur die individuelle Leistung dolmetschender Personen, sondern auch das interaktive Verfahren bei der Gestaltung des übertragenen Textes untersucht wird (vgl. Apfelbaum 2004: iii)1. ← 207 | 208 → Das geeignete Instrumentarium für die Untersuchung von interaktiven Verfahren in Gesprächen bietet die Gesprächsanalyse2, die durch ihre akribische Vorgehensweise bei der Herstellung von Aufnahmen und Transkripten sowohl die Aussonderung der Mittel der Gesprächssteuerung als auch das Nachspüren aller sprachlichen Elemente der Gespräche ermöglicht, die Einfluss auf jeweilige sprachliche Handlungen der Gesprächspartner haben. Insofern bietet diese Vorgehensweise die Möglichkeit, auch im Falle von gedolmetschten Gesprächen nonverbale, paraverbale und verbale Faktoren zu berücksichtigen, die Einfluss auf die Leistung eines Dolmetschers haben könnten.

2 Missverständnis versus Nichtverstehen

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