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Pragmantax II

Zum aktuellen Stand der Linguistik und ihrer Teildisziplinen- Akten des 43. Linguistischen Kolloquiums in Magdeburg 2008- The Present State of Linguistics and its Sub-Disciplines- Proceedings of the 43 rd Linguistics Colloquium, Magdeburg

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Katrin Schöpe, Renate Belentschikow, Angelika Bergien and Armin Burkhardt

Dieser Band vereinigt 63 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache. Er repräsentiert ein breites Spektrum an Themen und Erkenntnissen aus verschiedenen Bereichen der Linguistik und versucht damit eine kritische Bestandsaufnahme des Faches. Die Beiträge widmen sich Fragestellungen aus den Gebieten der Grammatik, Semantik, Text- und Diskurspragmatik sowie der Angewandten Linguistik. Aufsätze zur kontrastiven Linguistik und zur Fremdsprachendidaktik runden den Band ab.
This volume contains the revised versions of 63 papers, written in German, English and French. It considers a broad spectrum of topics and findings from various areas of linguistics and thereby offers a critical review of the field. The authors address questions ranging from grammar, semantics, text and discourse pragmatics to issues from the field of applied linguistics. The volume is concluded by studies on contrastive linguistics and foreign language pedagogy.
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Identitätskonstitution der Leserbriefschreibenden in der Braunschweiger Zeitung und Volksstimme bzw. Magdeburger Volksstimme 1979-1999

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Goulnara Wachowski, Magdeburg

1 Einleitung

Irgendwann im September 2008 hatte ich eine interessante Unterhaltung mit einem älteren Herrn, bis das Gespräch von seiner plötzlichen Bemerkung unterbrochen wurde: „Ich fahre morgen in die DDR“. Wie groß mein Erstaunen war, bedarf hier keiner weiteren Erläuterung. Auf meinen leisen Protest: „Wie in die DDR?!“ hatte er die Antwort parat: „Na ja, Sie wissen schon, was ich meine!“ Das weitere Gespräch brachte folgende Informationen: Der besagte Herr war 60 Jahre alt, ein Antiquitäten-Händler und als solcher in der DDR mal groß im Geschäft, d.h. im Großeinkauf von Antiquitäten, gewesen – als Westdeutscher, versteht sich. Er hatte damals ein Dauervisum für die DDR, keine einschneidenden Erlebnisse dort und kennt nach wie vor fast jeden Winkel in Ostdeutschland. Seine Geschichten waren weder positiv noch negativ, es ging nicht um „Freund/Feind-Schablonen“ (Kapferer 1992: 20ff.), dennoch stieß ich immer wieder während des Gesprächs auf die so genannte „Mauer in den Köpfen“ (Baudusch 1995: 314).

Als Außenstehende, d.h. als weder der einen, noch der anderen „Subkultur“ Angehörende, stellte ich mir natürlich die Frage, wie unterschiedlich Ost- und Westdeutsche nun wirklich seien und ob es sich in der Tat um „zwei separate ,Kulturen‘;“ (Shethar/Hartung 1998: 39) handele? Im Rahmen der kontrastiven Diskursanalyse von Leserbriefen in der Tagespresse Braunschweiger Zeitung und...

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