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Pragmantax II

Zum aktuellen Stand der Linguistik und ihrer Teildisziplinen- Akten des 43. Linguistischen Kolloquiums in Magdeburg 2008- The Present State of Linguistics and its Sub-Disciplines- Proceedings of the 43 rd Linguistics Colloquium, Magdeburg

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Katrin Schöpe, Renate Belentschikow, Angelika Bergien and Armin Burkhardt

Dieser Band vereinigt 63 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache. Er repräsentiert ein breites Spektrum an Themen und Erkenntnissen aus verschiedenen Bereichen der Linguistik und versucht damit eine kritische Bestandsaufnahme des Faches. Die Beiträge widmen sich Fragestellungen aus den Gebieten der Grammatik, Semantik, Text- und Diskurspragmatik sowie der Angewandten Linguistik. Aufsätze zur kontrastiven Linguistik und zur Fremdsprachendidaktik runden den Band ab.
This volume contains the revised versions of 63 papers, written in German, English and French. It considers a broad spectrum of topics and findings from various areas of linguistics and thereby offers a critical review of the field. The authors address questions ranging from grammar, semantics, text and discourse pragmatics to issues from the field of applied linguistics. The volume is concluded by studies on contrastive linguistics and foreign language pedagogy.
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Zur Bedeutung der Onomastik für die Substratforschung am Beispiel des slawischen Substrates in Österreich

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Angela Bergermayer, Wien

1 Historischer Hintergrund des slawischen Substrates, Rolle der Namen

Eine Sprache, die von einer anderen überlagert und verdrängt wird, his sie schließlich erlischt, hinterlässt in der sie überlagernden Sprache für gewöhnlich irgendwelche Spuren. Solche Spuren, also merkliche Beeinflussungen der „siegreichen“ Sprache durch die verdrängte Sprache, erlauben dann mehr oder weniger umfangreiche bzw. mehr oder weniger präzise Rückschlüsse auf die Substratsprache. Einflüsse können sich in der Lautung, der Morphologie und der Syntax finden, aber auch im Wortschatz in Gestalt von Reliktwörtern. Zahlreicher als im appellativischen Wortgut sind die Spuren von Substratsprachen im Namengut, weil Namen schwieriger in die Nehmer- bzw. Zielsprache zu übersetzen sind und weil in allen Gesellschaften Örtlichkeitsnamen und Gewässernamen wichtige Orientierungs- und Lokalisierungsmittel darstellen, für die oft gar keine Übersetzung angestrebt wird. Da geografische Namen und teilweise auch Personennamen ortsgebunden und (in der Regel) lokalisierbar sind, spielt die Onomastik, d.h. die umfassende Erforschung von Namen hinsichtlich ihrer Herkunft, Bedeutung und Verbreitung, für die Rekonstruktion untergegangener Sprachen eine herausragende Rolle. Die Bedeutung der Onomastik für die Substratforschung zeigt sich insbesondere auch im Falle des slawischen Substrates in Österreich.

Den historischen Hintergrund für die Existenz eines slawischen Substrates in Österreich bildet die Einwanderung der Slawen im Zuge der so genannten großen Expansion des Slawentums um ca. 600 n. Chr., in deren Verlauf sich die Slawen bis an die Ostsee, die Elbe...

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