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Probleme der Librettoübersetzung

Am Beispiel von Mozarts Oper "Le nozze di Figaro</I>

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Wiebke Langer

Probleme der Librettoübersetzung setzt den Fokus auf eine in der Forschung lange Zeit vernachlässigte Gattung, das Libretto. Auch die Librettoübersetzung nimmt wenig Raum ein in den Wissenschaften. Die Analyse dreier Übersetzungen ins Deutsche zu Mozarts Oper Le nozze di Figaro veranschaulicht die besondere Schwierigkeit dieser Übersetzungsart. Durch die enge Verzahnung des Librettos mit der Musik (Metrik, Reim, Rhythmus) muss der Übersetzer stets Kompromisse eingehen. Musik und Sprache haben einige Berührungspunkte, beide können etwa nach semiotischen und suprasegmentalen Aspekten untersucht werden. Die Arbeit ist an der Schnittstelle von Sprach-, Übersetzungs- und Musikwissenschaft zu verorten. Dank ihrer Funktion als nationale Kulturträger sind Opernübersetzungen auch heute noch von großer Bedeutung.
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4 Die Oper Le nozze di Figaro

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4 Die Oper Le nozze di Figaro

4.1 Mozart als Musikdramatiker

Wolfgang Amadeus Mozart (eigentlich Joannes Chrysostomus Wolfgang Theophilus Mozart) wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren (vgl. Korff 2005: 12). Bei den vielen Konzertreisen, die das Wunderkind zusammen mit seinem Vater Leopold Mozart und seiner Schwester Nannerl unternahm, kam der junge Mozart bereits früh in Berührung mit dem Musiktheater. 1764 lernte er in London die italienische Opera seria kennen (ebd.: 18). Schon als Kind fiel es Mozart nicht schwer, sich im Ausland zu verständigen. Vater Leopold unterrichtete seine Kinder selbst: Auf dem Lehrplan standen Italienisch, Französisch, Englisch und Latein.

Den neuen Kaiser Österreichs, Joseph II., hatte Mozart 1762 in Wien getroffen: Dieser „wird später – wenn auch nie vorbehaltlos, sondern stets kritisch – zu einem der wichtigsten Gönner und Förderer des Komponisten“ (ebd.: 20).

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